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Zeitloser Ösi-Rock mit der EAV

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Unterschleißheim - Die "Erste Allgemeine Verunsicherung" spielt in Unterschleißheim  - und die Fans sind begeistert. 

Der Plan war genial: Kurz vor dem deutschen Sieg bei der Fußball-Europameisterschaft bringt die österreichische Kultband „Erste Allgemeine Verunsicherung“ (EAV) die Menschen richtig in Stimmung. Ehe im Ballhaus-Forum das Endspiel per Public Viewing zu sehen ist. Bekanntlich haben die deutschen Fußballer das Halbfinale nicht überstanden. Trotzdem war die Stinmmung bestens unter dne Musikern und ihren gut 700 Zuhörern. Die Kultmusiker landeten vor 30 Jahren einen Hit nach dem anderen und heute machen sie nicht den Fehler, den Menschen Neues aufzuzwingen. Die „Erste Allgemeine Verunsicherung“ begeisterte mit den bekannten Klassikern vom „Banküberfall“ über „Heiße Nächte in Palermo“ bis zum „Sandlerkönig Eberhard“. Zu Ba-Ba-Banküberall warnten sie die Gäste aber auch vor der polizeilichen Aufklärungsquote von 90 Prozent: „Da kannst gleich zur Polizei gehen und sagen, dass du ein paar Tage da bleibst.“ Sänger Klaus Eberhartinger nahm sich immer wieder die Zeit für längere Anmoderationen, die vor Witz sprühten, aber auch viel Gesellschaftskritik beinhalteten. Er spottete über das Spiel der Rechtspopulisten Österreichs mit der Angst vor Flüchtlingen und sang von „Mach die Tür zu“ eine aktuelle Textversion. Und auch die Hartz-Vier-Variante Helene Fischers hatte die Gruppe dabei: „Bargeldlos durch die Nacht bis zum Aldi um kurz vor Acht...“ Viele Kultgruppen dieser Art versuchen, sich immer wieder neu zu erfinden und spielen neue, nicht bekannte und vor allem keine Emotionen auslösenden Lieder, während die Fans einfach nur die Uhr 25 bis 30 Jahre zurückdrehen möchten. Die „Erste Allgemeine Verunsicherung“ dagegen stand so auf der Bühne, als sei die Zeit an der Gruppe, ihrer Musik und ihrer Show nicht vorbeigegangen. Das die Atomkraft durch den Kakao ziehende Lied „Burli“ izum „Strahlungsgeburtstag des Tschernobyl-Unglücks von 1986“ ist heute noch top-aktuell. Die EAV steht zudem für die Kombination der österreichischen Kultur mit Rock’n’Roll und einem Schuss Klamauk. Sänger Klaus Eberhartinger drückt das so aus: „Der heutige Trachtenlook hat mit einer Tracht so viel zu tun wie ein Arschgeweih mit einem echten Rothirsch.“ Die rund 700 Besucher waren begeistert, gingen gut mit bei der Show und wurden von Klaus Eberhartinger als „die Insel der Kulturbeflissenen“ gelobt in einer Welt, „in der 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Und da sind die Briten noch gar nicht mit eingerechnet.“

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