Die Maschine sortiert vor: Paketzusteller Florian Müller, der Abteilungsleiter Paketzustellung der Deutschen Post Benjamin Jackels, und Christoph Böck, Bürgermeister der Stadt Unterschleißheim, an der mechanischen Zustellbasis. Foto: FKN

Pakete wie am Fließband

Unterschleißheim - Die Deutsche Post DHL hat in Unterschleißheim eine mechanisierte Zustellbasis in Betrieb genommen. Sie steht auf dem DHL-Gelände an der Kreuzstraße im Gewerbegebiet. Von Unterschleißheim aus werden Dachau, Karlsfeld, Bergkirchen, Unter- und Oberschleißheim, Garching sowie Eching und Freising mit Päckchen und Paketen beliefert.

Das 6000 Quadratmeter große Gebäude hat ein Investor errichtet, DHL ist der Mieter. Über die Investitions- und Mietkosten für das 6000 Quadratmeter große Gebäude gibt DHL keine Auskunft.

Das Unternehmen hofft mit der neuen Zustellbasis, die stetig steigende Menge an Paketen schneller, weil vollautomatisch, für die Zustellung vorsortieren zu können. Denn vor allem aufgrund des Online-Handels nimmt das Paketaufkommen rasant zu. Bis zu 35 000 Sendungen können einmal in Unterschleißheim angenommen und sortiert werden. Pakete und Päckchen, die zunächst im Paketzentrum Aschheim ankommen. Derzeit sind es täglich 8500. Beinahe doppelt so viele wie bisher, denn bei der Sortierung von Hand waren es 4500. Die Kapaziät der Anlage soll für die kommenden zehn bis 15 Jahre ausreichend sein. 50 Zusteller holen jeden Morgen die Sendungen ab und fahren sie zu den Kunden. Bis zu 180 Pakete kann ein Zusteller ausfahren, teilt die Pressestelle mit. Entlassungen habe es mit dem neuen System nicht gegeben. Viel eher seien mit ihm Entlastungen für die Mitarbeiter verbunden, da alle Sendungen bereits bei Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz lägen und direkt ins Fahrzeug eingeladen werden könnten. Außerdem lägen alle Sendungen auf Tischhöhe, so dass sich die Zusteller für das Verladen nicht mehr bücken müssen.

Die mechanisierten Zustellbasen gibt es seit dem Jahr 2012. Sie bilden neben den Paketzentren „die zweite wichtige Säule des neuen Paketkonzepts der Deutschen Post DHL“, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Weil sie in Modulen aufgebaut sind, können sie zu kleinen Paketzentren umfunktioniert werden, etwa durch flexibel nutzbare Be- und Entlademöglichkeiten sowie eine bereits eingebaute Sortiertechnik.

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