Verein gegründet: Verrückt nach einem alten Bahnhof

Oberschleißheim - Die Initiative „Vabosh" hat sich als Verein organisiert. Auf der Gründungsversammlung zeichneten 19 Oberschleißheimer als Mitglieder. In den nächsten Wochen soll der „Verrückte alte Bahnhof Oberschleißheim" („Vabosh") ins Vereinsregister eingetragen werden. Sämtliche Gäste der Veranstaltung waren persönlich geladen. Damit honorierte die bis dato aus sechs Personen bestehende Initiative Interesse und Engagement für „Vabosh". Wie der Vorsitzende Andreas Hofmann sagte, war die Nachfrage sogar deutlich größer. Aus organisatorischen Gründen habe man darauf verzichten müssen, die Vereinsgründung mit 50 Personen über die Bühne zu bringen.

Da das Erreichen einer möglichst großen Öffentlichkeit für anstehende Verhandlungen mit der Deutschen Bahn eines der Ziele der Vereinsgründung war, ist noch im ersten Quartal 2015 eine öffentliche Veranstaltung geplant. „Wir hoffen auf einen großen Input, was Ideen zur Nutzung des Bahnhofs und weitere Mitglieder betrifft“, sagte Hofmann.

Bis dahin setzt er auf einen Erfolg der gegenwärtig laufenden Online-Petition zur Rettung des alten Bahnhofs. Etwa zur Halbzeit der auf sechs Monate veranschlagten Unterschriftensammlung haben 560 Personen die Petition auf der „Vabosh“-Homepage unterzeichnet. Damit liegt der Verein im Plan. Ziel sind 1000 Unterschriften. Mit einer breiten Öffentlichkeit im Rücken will der Verein nach der Informationsveranstaltung das Gespräch mit der Bahn suchen. Bisherige Versuche, den alten Bahnhof zu erwerben, sind gescheitert. „Das ist wie gegen eine Gummiwand laufen“, sagte Vize-Vorsitzender Walter Klar. Es sei ihnen in den vergangenen Jahren nicht gelungen, einen Verantwortlichen für eine Ortsbegehung ans Telefon zu bekommen. Klar, der sich seit 2008 um den Bahnhof bemüht, spach von einer „Zermürbungstaktik“ der Bahn. Kontakte liefen irgendwann hauptsächlich über die Medien. Für ihre Berichte hätten die Zeitungen Hintergrundinformationen besorgt. Anschießende Telefongespräche mit einem Bahnvertreter seien oftmals in „wildes Geschrei“ ausgeartet.

Grundsätzlich lehnte die Bahn einen Verkauf bislang mit der Begründung ab, das Gelände irgendwann für ein drittes Gleis, das sogenannte Überholgleis, zu benötigen. Diesbezüglich mit froher Botschaft hatte sich Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW), dessen Vater einst Bahnmeister in eben diesem Bahnhof war, zu den Gründungsmitgliedern gesellt: „Das dritte Gleis ist vom Tisch“, habe er von der Bahn und einem Ministeriumsvertreter erfahren. Eine Information, die der Vorstand mit Freuden zur Kenntnis nahm.

Der Bahnhof soll - Hofmann zufolge - der Heimatpflege und der Förderung von Kunst und Kultur dienen, eventuell eine Gastronomie beherbergen.

Weitere Informationen

Wer mehr über den Oberschleißheimer Verein und seine Arbeit erfahren möchte, findet eine Homepage im Netzt. www.vabosh.de erreichbar.

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