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Vergleich mit Robin Hood

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- 25 Jahre Bürgerbüro Gantzer

Landkreis - "Der Ministerpräsident spart und sagt die Neujahrsempfänge ab. Der Landtagspräsident spart und sagt leider den Sommerempfang im Schloss Schleißheim ab. Ich spare nicht!" Am Vorabend seines 65. Geburtstag stand Landtagsvizepräsident Peter Paul Gantzer (SPD) in der Eingangshalle des Maximilianeum und strahlte gut gelaunt und stolz in die große Runde seiner Genossen aus dem Landkreis München.

Gantzer brachte mit diesem Landtagsempfang - "natürlich aus eigener privater Kasse bezahlt" - nicht nur SPD-Kommunalpolitiker und Ortsvereinsvorsitzende zusammen, unter anderem fünf Bürgermeister, viele Kreisräte oder auch den Ex-Abgeordneten Rolf Seebauer. Als Urbeispiel eines erfolgreichen bayerischen SPD-Politikers wollte er Kraft und Energie für den politischen Alltag zurückgeben. Ähnlich Franz Maget: Der SPD-Fraktionschef im Landtag kam direkt vom Bundesparteitag aus Bochum. Er wurde mit großem Jubel empfangen. Sein fünftbestes Ergebnis bei der Wahl zum Bundesparteivorstand ist für ihn und die gebeutelten bayerischen Genossen keine Selbstverständlichkeit.

Maget lobte Gantzer als Freund, der einem auch Unangenehmes sagt: "Meistens hat er dann Recht gehabt." Gantzer habe es verstanden, über die enge SPD-Anhängerschaft hinaus auszustrahlen und sich damit Verdienste erworben.

"Nicht immer stromlinienförmig" sei er gewesen, sagt Gantzer: "Manchmal kam ich mir wie ein Robin Hood vor, der durch die Wälder des Landkreises zieht. Ab und zu kam mir der Sheriff von Nottingham in Form eines SPD-Bürgermeisters entgegen." Ob Sicherheitspolitik oder andere Themen, er habe eine klare Linie gehabt, "nicht immer im Mainstream der Partei gelegen". Gantzer blickt forsch in die Runde: "Wenn ich immer der brave Abgeordnete gewesen wäre, stünde ich heute nicht hier." Kein Widerspruch. agm

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