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„Basst scho“ heißt nicht nur die Band beim Starkbierfest in Unterföhring. Auch die mehr als 300 Gäste sind zufrieden mit dem unterhaltsamen Programm. 

Vergoldete Zugbrücke versperrt Krautbauern den Zugang

Starkbierfest in Unterföhring: Fastenprediger Donat Aigner nimmt die Nachbarschaft zu Ismaning aufs Korn.

Unterföhring – Ismaning und Unterföhring haben schon seit Generationen eine besondere nachbarschaftliche Beziehung, die von den Menschen ausgiebig gepflegt wird. So kündigte beim Faschingszug der Ismaninger Burschen Donald Trump den Bau einer Mauer zwischen Ismaning und Unterföhring an. Bezahlt von Unterföhring (wir berichteten). Die Antwort kam prompt – beim Starkbierfest der CSU Unterföhring.

Dort kümmerte sich das Unterföhringer Original Donat Aigner in der Person des ehemaligen Pfarrers Pschorr um die Fastenpredigt. Und in dieser Rolle antwortete er gerne auf die Pläne mit der Mauer: „Wer ist hier der Ami und wer der Mexikaner? Wer hat mehr Steuereinnahmen und wo ziehen die Menschen hin, weil die Kindergärten kostenlos sind?“ Er sagte den Ismaningern eine sechswöchige Testphase der Grenze voraus. Die Vision des Fastenpredigers toppte jede Trump-Idee: „Wir werden eine vollelektronische, vergoldete Zugbrücke errichten, damit die Krautbauern keinen Zugang mehr nach Unterföhring haben.“

Aigner witzelte immer wieder über seine Heimatgemeinde und deren Finanzkraft, ließ dabei auch das neue Feuerwehrhaus nicht aus, „den Protzpalast Palazzo Grande“. Aigner kritisierte zudem den Stillstand der Planungen für den immer weiter verfallenden „Gockl-Wirt“. „Die Gemeinde lässt das Haus verfallen, um sich die Abrisskosten zu sparen. Dabei ist so ein Bamperlbau ein Klacks gegen Gymnasium und Hallenbad.“

Der Fastenprediger hatte nach einem ereignisreichen Jahr eine Menge aufzuarbeiten. In Sachen Gymnasium vermutete er, dass Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) seine Stellvertreterin Betina Mäusel (CSU) als Direktorin einsetzen werde, um eine Konkurrentin der nächsten Kommunalwahl loszuwerden. Und auch sein Blick auf das Hallenbad war unterhaltsam: „Gegen die Hallenbad-Gemeinderatssitzung ist der Komödienstadl ein Dreck. Und bitte lasst in der Ausschreibung die Fliesenleger des Ismaninger Bades nicht zu.“

Nach der unterhaltsamen Fastenpredigt feierte die CSU im voll besetzten Bürgerhaus mit mehr als 300 Gästen und der Band „Basst scho“ bis lange in die Nacht. Für Unterhaltung war gesorgt. Unter anderem mit dem Steinheben: Der stärkste Mann des Abends war natürlich ein Unterföhringer, Michael Axenbeck. Er gewann vor Michael Kohl und Ntemi Zintiridis. Männer und Frauen konnten sich außerdem jeweils der Konkurrenz im Maßkrugstemmen stellen. Dort ließ einmal mehr Gitti Schnabel ihre Muskeln spielen und verteidigte den Vorjahrestitel souverän. Hinter Nicole Axenbeck hob sich dieZweite Bürgermeisterin und Gastgeberin des Starkbierfestes, Betina Mäusel, auf den dritten Rang. In der Maßkrug-Konkurrenz der Männer gewann Michael Kohl vor Michael Jany und Korbi Kohler.  nb

Weitere Bilder zum Starkbierfest der CSU in Unterföhring finden Sie unter www.merkur-online.de.

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