Verkehrsentlastung durch neue Trasse

- Helmut Englmann preist bei Bürgerversammlung Vorzüge einer Nord-Süd-Verbindung

Aschheim (dak) - Die von Aschheim in die Planfeststellung zur Nord-Ost-Tangente gedrückte Variante scheint eine ernsthafte Alternative zu sein. Bei der Bürgerversammlung berichtete Landrat Heiner Janik (CSU) von Signalen der Umorientierung bei der obersten Baubehörde. Eine leichte Kurskorrektur war auch bei Bürgermeister Helmut Englmann (CSU) zu erkennen. Sprach er im Gemeinderat noch meist davon, dass man am liebsten gar keine Straße haben möchte, preist er nun immer lauter die Vorzüge der von Aschheim favorisierten Nord-Süd-Verbindung.

Die Diskussion ins Rollen brachte Kurt Hildmann aus Dornach. Nach Englmanns erfrischend kurzen Rückblick auf das Jahr 2003 durften die Bürger Fragen stellen. Hildmann wollte wissen, ob im Ortsteil Dornach Ruhe herrschen wird, bevor er sich um eine Wohnung an der Watzmannstraße in Aschheim bewirbt. Dort steht das Altenheim der Gemeinde.

Englmann konnte dem Bürger wenig Hoffnung auf einen zügigen Bau der Straße machen, die Planfeststellung zieht sich hin. Die Behörden müssen über 1000 Einsprüche prüfen. Vor allem durch den Aschheimer Vorschlag sei die "Planung der NOT erheblich ins Schleudern geraten", sagte Englmann. Der Bürgermeister bekräftigte den Willen der Gemeinde, statt der Nord-Ost-Tagente die Nord-Süd-Verbindung durchzusetzen. "Diese Straße entlastet die Bürger." Darüber hinaus sei sie weniger landschaftszerstörend und 10 bis 20 Millionen Euro billiger. Bekanntermaßen soll die Straße die St 2082 neu mit der M 3 verbinden.

Ebenfalls keine großen Hoffnungen konnte Englmann den Bürgern machen, was die Komplettierung der Lärmschutzwand an der A 99 betrifft. Die Lücke am Abfanggraben könne wegen der Renitenz der Autobahndirektion nicht geschlossen werden, die auf die Zahlung von 190 000 Euro besteht, weil Aschheim auf Autobahngrund bauen möchte.

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