Verkehrskonzept heftig diskutiert

- Putzbrunn - Der CSU Ortsverband musste sogar Tische anbauen, um die über 100 neugierigen Gäste unterzubringen. So groß war der Andrang im kleinen Saal des Bürgerhauses Putzbrunn. Florian Hahn, CSU-Bürgermeisterkandidat, stellte das Verkehrskonzept seiner Partei vor: die Verlängerung der Ottostraße bis zur B 471 und die Weiterführung der Umgehung. <BR>

<P>Ziel ist zunächst, durch ein Gutachten prüfen zu lassen, ob sich durch die Verlängerung ein großer Teil des Durchgangsverkehrs in der Ottobrunner Straße reduzieren ließe. Die CSU hält dies für eine wichtige Verkehrsentlastung der Waldkolonie, aber auch für Putzbrunn selbst. Als Moderator, CSU-Gemeinderat Rolf Lange, die Diskussion freigab, erntete der Einwand, dass die Verlängerung das letzte Stück Naherholungsgebiet zerstören würde, großen Beifall. <P>Durch den Ausbau des für Autos gesperrten Weges würde das Waldgebiet endgültig zerschnitten, lautete weitere Kritik. Lärm und Luftverschmutzung sei schon durch die Autobahn schlimm genug. Die meisten Spaziergänger würden das untere Waldstück deswegen sowieso schon meiden. Nicht zu vergessen die Verkehrszunahme auf der Ottostraße und die dadurch entstehenden Belastungen für die Anwohner in Ottobrunn.<P>Zweiter, ebenso prekärer Diskussionspunkt war, ob die Verlegung des Autobahnanschlusses oder die Weiterführung der Umgehungsstraße besser geeignet ist, den Ortskern vor dem stark gestiegenen Durchgangsverkehr auf der B 471 zu schützen. Die CSU setzt dabei nun auf die Weiterführung der Umgehungsstraße. Martina Hechl von der Gemeinschaft pro Putzbrunn wertete diesen Meinungsumschwung als Wahlkampfstrategie: Früher hätte die CSU alles abgeschmettert, was gegen die Verlegung des Autobahnanschlusses vorgebracht wurde. Hahn begründete dies damit, dass sich die CSU beide Optionen offen halten wollte. Zusätzlich legte er ein Schreiben von Innenminister Beckstein vor, demzufolge die Verlegung nicht zwingend notwendig ist. Die Oberste Baubehörde würde auch die Weiterführung der Umgehung parallel zur A 99 unterstützen, wenn sie sich als sinnvoll erweist. Einen zusätzlichen Anschluss zieht sie nicht in Betracht. <P>Daraufhin wetterte ein Ottobrunner Bürger, dass der Weiterbau der Umgehung ja genau zur heftig diskutierten Verlängerung der Ottostraße passe. <P>Ob eine Verlegung des Anschlusses die B 471 wirklich entlastet oder man die weit höheren Kosten für die Weiterführung der Umgehung in Kauf nimmt, wird sich wohl erst nach dem Gutachten entscheiden. Über eine Öffnung der Ottostraße würden sich die Anwohner der Ottobrunner Straße sicher freuen. Die Befürchtungen, dass der Verkehr aber nur verlagert und das Waldstück als Naherholungsgebiet weiter belastet wird, bleiben aber.kt<P><P>

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