Verkehrslärm an der B11

Ruhe für alle

Schallschutz: Pullach entwickelt Konzept. Die Anwohner wollen zahlen.

Pullach – Die Anwohner der B11 in Pullach wollen ihre Ruhe haben: Vor allem nachts stören sie sich am unregelmäßigem Verkehrslärm. Im Gemeinderat haben sich die Anwohner über den Lärm beklagt: Sie wünschen sich eine Schallschutzwand und sind unter Umständen sogar bereit, die Kosten einer absorbierenden Schallschutzmaßnahme teilweise selbst zu übernehmen. Der Gemeinderat beschloss die Entwicklung eines Gesamtkonzepts im Ortsentwicklungsplan, damit nicht nur einzelne Anwohner eine Erleichterung erfahren.

Bei dem Gebiet zwischen der Wolfratshauser Straße und der B11 handelt es sich um einen Bereich, der im Gemeindegebiet Pullach am dichtesten besiedelt ist. In den vergangenen Jahren und besonders seit der Eröffnung des Supermarkts habe das Verkehrsaufkommen stark zugenommen, erzählt Martin Eibeler (FDP), der selbst Anwohner ist. Derzeit besteht jedoch kein Rechtsanspruch der Anwohner gegenüber der Bundesrepublik Deutschland auf Errichtung einer Schallschutzeinrichtung. Holger Ptacek (SPD) sieht hier trotzdem eine Fürsorgepflicht der Gemeinde, denn: „Lärm ist ja nicht nur Belästigung. Lärm kann auch krank machen“. Andreas Most (CSU) gab zu Bedenken: „Wir sind aufgefordert, die Anliegen der Anwohner ernstzunehmen.

 Dennoch müssen wir eine Gesamtlösung anstreben, da Insellösungen für angrenzende Anwohner sogar zu mehr Lärmbelastung führen könnten.“ Die Zustimmung für die Errichtung von Schallschutzmaßnahmen, die privat initiiert werden, wird deshalb nicht erteilt, bis über die Umsetzung eines Gesamtkonzepts entschieden ist. Zunächst werden die bestehenden Schallschutzanlagen entlang der B11 zwischen Pater-Augustin-Rösch-Straße und Edeka nach Schwachpunkten untersucht. Außerdem soll abgeklärt werden, ob es möglich ist, die Wand an der Fußgängerunterführung zur Tagesheimschule durch eine wirkungsvolle Schallschutzmaßnahme zu ersetzen.

mel

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