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Verlängerte Buslinie statt "Trasse durch grüne Wiese"

- Bauausschuss lehnt weitere Planungen für Stadt-Umland-Bahn ab

VON HEIKE WOSCHÉE Taufkirchen - Die Chancen für eine Stadt-Umland-Bahn auf Taufkirchner Grund und Boden sinken: Der Bauausschuss lehnte jetzt weitere Planungen ab. In einem Antrag hatte die CSU-Fraktion darauf hingewiesen, dass der Bau der Bahn aus finanziellen und technischen Gründen nicht durchführbar sei. Mit sechs zu fünf Stimmen fiel die Abstimmung am Ende denkbar knapp aus. Befürchtungen der CSU, dass durch die Stadt-Umland-Bahn ein vermehrter Siedlungsdruck ausgelöst werden könnte, trugen ebenfalls zur Ablehnung des Projekts bei.

Schützenhilfe bekamen die CSU-Räte von der ILT, deren Sprecher Jörg Pötke in dem Bahn-Projekt ebenfalls keinen Nutzen für Taufkirchen erkennen konnte. "Die Trasse führt bei uns durch die grüne Wiese", sagte er. Anders sei das in Neubiberg und Ottobrunn, wo die Schienen direkt entlang der Bebauung geplant seien. Derzeit steht eine Streckenführung vom U-Bahnhof Neuperlach über Ottobrunn und Neubiberg bis nach Taufkirchen zur Diskussion (wir berichteten). In Neubiberg und Ottobrunn stehe man dem Projekt nach wie vor interessiert gegenüber, betonte Taufkirchens Bürgermeister Eckhard Kalinowski (SPD).

Die Grünenvertreter im Bauausschuss sowie die SPD-Fraktion warben dafür, sich die Option für eine Stadt-Umland-Bahn offen zu halten. Niemand könne heute sagen, wie die finanzielle Situation in zehn bis 15 Jahren sei. Und vorher sei an eine Realisierung sowieso nicht zu denken, sagte Rudi Schwab (Grüne). Sein Parteikollege Christoph Nadler wies darauf hin, dass außerdem keine verbindliche Zusage gefragt sei, sondern die Aufrechterhaltung des gemeindlichen Interesses.

"Kein wesentlicher Beitrag zur Lösung der Probleme"

"In der Stadt-Umland-Bahn sehen wir keinen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Verkehrsproblematik in Taufkirchen", sagte dagegen Herbert Wüst (CSU). Als Sofort-Lösung für eine fehlende Verbindung von Taufkirchen nach Ottobrunn schlug die ILT-Fraktion die Verlängerung der Buslinie 222 vor, die momentan bis zum Ikea-Einrichtungshaus fährt. Die Strecke könne ohne Probleme bis zur Rosenheimer Landstraße verlängert werden. Als "Killer-Antrag" für die Stadt-Umland-Bahn bezeichnete Bürgermeister Kalinowski diesen Wunsch.

Gemeinsam einigten sich die Gemeinderäte darauf, zum Thema Busverbindung nach Ottobrunn den Arbeitskreis Verkehr einzuberufen. Der Arbeitskreis, der geschaffen wurde, um ein Gesamtverkehrskonzept für Taufkirchen zu erarbeiten, tagt damit das erste Mal wieder seit einem halben Jahr. Über die Zukunft der Stadt-Umland-Bahn auf Taufkirchner Gebiet wird in der Gemeinderatssitzung am 30. März endgültig abgestimmt.

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