Hauptsache, der Verfall des Gebäudes wird aufgehalten: Der Verein „Verrückter Bahnhof“ begrüßt die Vermietung.   F: FKN

"Verrückter Bahnhof" ist vermietet

Oberschleißheim - Der alte Bahnhof ist vermietet. Wie der Verein „Verrückter alter Bahnhof Oberschleißheim“ (Vabosh) mitteilt, will eine Firma das Gebäude als Lager nutzen. Der neue Mieter hat bereits begonnen, den Bahnhof und das umliegende Gelände in Schuss zu bringen.

Vabosh begrüßt diese Entwicklung. „Es war immer unser Credo, dass der Bahnhof nicht weiter verfällt“, sagte Vabosh-Sprecher Andreas Hofmann: „Jeder Winter, in dem das Gebäude weiter leer stehen müsste, wäre ein schlechter Winter.“ Das Ensemble als Verein selbst nutzen zu können, sei zunächst zweitrangig. „Wichtig ist, den Bahnhof zu erhalten.“ Die als Müllhalde missbrauchte Wartehalle sei aufgeräumt, der Gebäudesockel einer „behutsamen Renovierung“ unterzogen worden. Den Eingang zieren mittlerweile zwei Topfpflanzen.

Dass sich die Bahn als Eigentümerin in Zusammenhang mit der Vermietung nicht mit Vabosh in Verbindung gesetzt habe, findet Hofmann unglücklich. „Es ist nach wie vor schwierig, einen Ansprechpartner zu finden.“ Hofmann kündigte an, bis zur zuständigen Stelle vordringen zu wollen, sobald die bis Januar laufende Online-Petition zur Rettung des alten Bahnhofs (www.vabosh.de) mit dann hoffentlich 1000 Unterschriften abgeschlossen ist. Noch fehlen 300 Unterschriften. 58 Tage bleiben noch.

Dass die Bahn den Schleißheimer Bahnhof vermietet, verwundert nach der Bürgerversammlung nicht: Mit Verweis auf ein in Oberschleißheim geplantes Überholgleis hatte die Deutsche Bahn AG einen Verkauf des Ensembles stets abgelehnt. Bei der Bürgerversammlung am 12. November gab Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) jedoch bekannt, von der Bahn und einem Ministeriumsvertreter erfahren zu haben, dass die Pläne für ein drittes Gleis vom Tisch seien. Keine zwei Wochen später ist der Bahnhof vermietet. an

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