Versetzung des Ortsschildes ist beschlossen

Straßlach - Seit Jahren existiert in der Gemeinde Straßlach-Dinghartin der Wunsch, das Ortsschild an der Tölzer Straße 150 Meter nach Süden zu versetzen, an die Einmündung zur Gewerbestraße. Das soll vor allem für mehr Sicherheit sorgen, vor allem auch für Fußgänger an der neu eingerichten Bushaltestelle. Denn noch gilt bei der Einfahrt zum Gewerbegebiet Oberfeld-West ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern (wir berichteten). Jetzt hat das Landratsamt der Versetzung des Ortsschildes zugestimmt.

Das teilt Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) mit. „Die Gemeinde freut sich außerordentlich, dass damit zum einen ein sechs Jahre währendes Verfahren abgeschlossen ist und dass Landrat Christoph Göbel den richtigen Blick für die Verkehrssituation an jeder Stelle bewiesen hat“, schreibt Sienerth in einer Pressemitteilung. Damit nimmt der Bürgermeister Bezug auf einen Ortstermin des Landrates, der kürzlich stattgefunden hat. Die örtliche CSU hatte dies damals auf einen offenen Brief ihrerseits an Göbel zurückgeführt. Sienerth bezweifelt dies: „Natürlich verbietet sich der Gedanke, der Landrat und das Landratsamt haben die Einladungen und offiziellen Anträge der Gemeinde ignoriert, und der Landrat sei ausschließlich der Einladung der CSU gefolgt.“

Eine vom Bürgermeister beigefügte Chronologie solldie jahrelangen Bemühungen der Gemeinde belegen. So habe der Bürgermeister bereits im Februar 2009 CSU-Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein über die Situation informiert, und im März wurde der erste Antrag auf Versetzung des Schildes ans Landratsamt geschickt. Fünfmal wurden seit dieser Zeit entsprechende Anträge abgelehnt - auch trotz mehrerer Ortstermine des Landratsamtes. „Ein Kurzbesuch von Landrat Christoph Göbel hat nun wohl eine Neubeurteilung herbeigeführt und die Straßenverkehrsbehörde zu einer radikalen Umentscheidung bewegt“, schreibt Sienerth.

Der Gemeinde sei es freilich schon sehr schnell mit der steigenden Belebung des Quartiers aufgefallen, wie gefährlich die Kreuzung ist. „Früher allerdings hielt das Landratsamt auf dieser Strecke nicht einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung für nötig“, erinnert sich Sienerth. Erst durch den Unfalltod eines Straßlachers, verursacht durch einen Raser auf Höhe der jetzigen Kreuzung, wurde die Geschwindigkeit hier zumindest auf 70 km/h begrenzt. „Eine Odysee herber Enttäuschungen“ sei es gewesen, sagt Sienerth, als ein ums andere Mal von Landratsamt, Straßenbauamt und Regierung die Mitteilungen ins Rathaus flatterten mit der Begründung, die Versetzung eines Ortsschildes sei nicht dazu gedacht, Sicherheitslücken zu schließen, ein 50 km/h-Schild sei aber auch nicht möglich. Sienerth: „Am Ende zählt jedoch, dass die Geschwindigkeit dort nun reduziert wird, für die Sicherheit unserer Bürger.“

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