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Entscheidung einstimmig gefallen: Deutsche-Bank-Manager soll Vorstandschef bei der Commerzbank werden

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G 8 verursacht hohe Mehrkosten

- Allein Ausbau der Mensa am WHG verschlingt rund 450 000 Euro

Garching - Die finanziell angespannte Lage des Landkreises wirkt sich auch auf die Umsetzung des achtstufigen Gymnasiums (G 8) aus. Im Zweckverband Gymnasium Garching hat Landrat Heiner Janik deutlich darauf hingewiesen, dass der Kreis "keinen Cent mehr, als er muss" zuschießen wird. Da zum kommenden Schuljahr mit der 5. und 6. Jahrgangsstufe zwei Klassen auf einen Schlag in die G 8 übergehen, muss im Gymnasium unter anderem die Mensa ausgebaut werden.

Derzeit finden 90 Schüler in der Mensa Platz, sagt Ulrich Hauner, Direktor des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Garching (WHG). Im Rahmen des G 8 steigt der Bedarf auf 250 Plätze. Ein Anbau sei unerlässlich. Die in Rede gebrachte Alternative, drei Klassenräume zu Gunsten der Mensa aufzugeben, komme nicht in Betracht, da das WHG ohnehin zuwenig Klassenzimmer habe.

Die Verwaltung der Stadt Garching beziffert die Ausbaukosten für die Mensa auf rund 450 000 Euro. Laut Kultusministerium käme eine Förderung durch Bundesmittel über das "Bundesinvestitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung 2003 - 2007" (IZBB) in Frage. Der Förderanteil beläuft sich auf 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die übrigen zehn Prozent teilen sich die Zweckverbandsgemeinden (sieben Prozent) und der Landkreis (drei Prozent).

Allerdings gelten für das 2007 auslaufende IZBB-Programm keinerlei Richtlinien über die Vergabe der Gelder. "Wer zuerst kommt, malt zuerst", sagte Garchings Kämmerer Rainer Wundrak. Die Zeit drängt also; zumal laut Direktor Hauner weitere Ausgaben für den Brandschutz fällig sind. Hauner plädierte dafür, hier ebenfalls das IZBB-Programm zu bemühen. Die Stadt Garching hat für Brandschutzmaßnahmen lediglich 160 000 Euro im Haushalt eingestellt. Womöglich zu wenig, da allein zwei Fluchtwege eingerichtet werden müssen.

Die finanzielle Situation sei mehr als dramatisch, warnte Landrat Janik. "Mir graut schon davor, was im Haushalt im nächsten Jahr ansteht." Die Anregung des Ismaninger Bürgermeisters Michael Sedlmair, den Freistaat im Rahmen des in der bayerischen Verfassung fixierten Konnexitätsprinzips ("wer anschafft, der zahlt") zu verpflichten, wird kaum fruchten. Sedlmair selbst bat den Zweckverband nur, "diesen Blickwinkel nicht aus den Augen zu verlieren".an

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