Nach Schließung aller Traglufthallen

Verzögerung beim Bau: Landkreis fehlen 400 Asylplätze

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  • Andreas Sachse
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Landkreis – Rund 900 Plätze für Asylbewerber fallen weg, wenn alle Traglufthallen geschlossen sind. Zwar sind viele neue Plätze in festen Unterkünften geplant. Doch der Bau verzögert sich.

Im Februar 2017 schließt in Haar die letzte von insgesamt sieben Hallen, die im Landkreis München betrieben wurden. Bereits im November schließen die Großunterkünfte in Grünwald und Unterföhring. 

Darüber hinaus hätten weitere 600 Plätze in Oberschleißheim (118), Ottobrunn (26) und Unterschleißheim (56 plus 417 in EADS-Bürocontainern) wegfallen sollen. Weil sich aber die Fertigstellung fester „Feel Home“-Unterkünfte wahrscheinlich bis zum Frühsommer 2017 verzögert, erklärten sich die drei Kommunen nach Angaben des Landratsamts bereit, die Container weiter zur Verfügung zu stellen.

Spätestens im Juni allerdings fallen auch diese Plätze weg. 700 Geflüchtete sollen in mehreren „Feel-Home“-Unterkünften im Landkreis im nächsten Jahr ein neues Zuhause finden.

Doch in Ottobrunn beispielsweise liegt das Vorhaben, 256 Menschen in einer Holzhaus-Siedlung am Kathi-Weidner-Weg unterzubringen, schon länger bei der Regierung von Oberbayern zur Prüfung. Immer wieder taucht im Gemeinderat die Frage nach dem Stand des Projekts auf. Und immer wieder muss Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) sagen: „Ich weiß es nicht.“ So auch in der Sitzung am Mittwochabend auf Nachfrage von Dieter Wax (SPD). Der Rathauschef ist sich aber sicher, dass „dem Landratsamt sehr daran gelegen ist, möglichst schnell die Plätze zu schaffen“ – und die Gründe für den Verzug nicht in der Kreisbehörde zu suchen sind. 

Nicht berücksichtigt sind bei dieser Quote von weiteren 400 benötigten Plätzen die 2500 Fehlbeleger, die das Landratsamt für dieses Jahr meldet. 

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