Zufrieden zeigte sich VVG-Vorsitzender Josef Spann (r.) von der Fleischmarkt-Bilanz für das Jahr 2008. Foto: Matthäus Krinner

Viehhändler erwarten sinkende Exportzahlen

Sachsenkam/Landkreis - Das Jahr 2008 war für die Viehvermarktungsgenossenschaft (VVG) Oberbayern-Schwaben kein schlechtes. Doch das Jahr 2009 beginnen die Viehhändler mit vorsichtigen Erwartungen.

Das Jahr 2008 war für die Viehvermarktungsgenossenschaft (VVG) Oberbayern-Schwaben kein schlechtes: "Die Steigerung der Stückzahlen allein bei der Rindervermarktung um knapp zwölf Prozent und des monetären Umsatzes um über 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist in Bayern einmalig und zeigt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, erklärte Vorsitzender Josef Spann bei der Regionalversammlung für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und München im Sachsenkamer Altwirt.

Die Preise auf dem Fleischmarkt seien während dieser Zeitspanne zwar nie auf einem hohen Niveau gewesen, "dafür sind sie jetzt im Vergleich zu Milch und Getreide aber auch nicht so weit gefallen.“ Auch beim Umsatz von Nutzvieh erreichte die VVG mit insgesamt 58 800 Tieren einen Zuwachs von acht Prozent. Für das laufende Jahr allerdings sei trotz unermüdlicher Vorwärtsstrategie mit solchen Wachstumsschüben nicht zu rechnen.

Künftig müsse man sich generell auf mehr Importe und sinkende Exporte einstellen. "Wir können die Märkte nicht ändern, aber mitgestalten“, so Spann. Voraussetzung dazu sei jedoch eine starke Erzeugergemeinschaft. In der VVG Oberbayern-Schwaben sind nach mehreren Fusionen während der vergangenen Jahre – mit der VVG Schwaben, dem Viehzentrum Waldkraiburg, der Südkälber EG, der Viehzentrum Mining Handels-GmbH und zuletzt der Übernahme des Geschäftsbetriebes der "Allgäuer Bauernland“ – aktuell 14 800 Mitglieder verzeichnet, davon im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen 470 (im Landkreis Miesbach 324, im Landkreis München 73).

"Wir bemühen uns, jede Woche bei den Preisvergleichen an der Spitze zu stehen. Insbesondere Bauern, die investiert haben, brauchen einen starken Marktpartner“, erklärte der Vorsitzende. Die Klassifizierung und damit Auszahlungspreis-Basis der angelieferten Tiere scheint nicht immer mit den Einschätzungen der Bauern überein zu stimmen. Auf entsprechende Beschwerden aus der Versammlung entgegnete Spann: "Darauf haben wir leider keinen Einfluss. Die Klassifizierer werden von den Schlachthöfen angefordert.“ Es gäbe Anordnungen aus der EU, die Klassifizierung nach unten zu drücken. Er könne nur an die Bauern appellieren, sich nicht damit abzufinden, sondern mit Nachdruck Einspruch zu erheben. "Das wirkt am ehesten.“

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