„Eine wirklich gute Zeit“: Pfarrer Philipp Wahlmüller verlässt Ottobrunn. foto:

Viel Applaus zum Abschied

Ottobrunn - Die Ottobrunner Pfarrgemeinden von St. Otto und St. Albertus Magnus hatten ihren Pfarrer gerade erst richtig kennen gelernt, jetzt mussten sie Philipp Wahlmüller schon wieder verabschieden

Nach dessen Wahlmüllers Predigt in St. Albertus Magnus erhoben sich die Gläubigen von den Plätzen und applaudierten. Erst zwei Jahre ist es her, dass die Gemeindemitglieder den Pfarrer begrüßt hatten.

Er habe in dieser kurzen Zeit mit seinem „Charisma, Charme und Humor das Bild der Pfarrei spürbar verändert“, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Albertus Magnus, Gabriele Schwarz. Ihm sei es gelungen, „Alt und Jung wieder zu den Gottesdiensten zu locken“ und die Pfarreien St. Otto und St. Albertus Magnus mehr zu verbinden. Das wurde auch beim Abschiedsgottesdienst deutlich. Kinder und Jugendliche, Erwachsene sowie Senioren aus beiden Pfarreien kamen in die Kirche, um Wahlmüller zu verabschieden. Die Kirchenchöre St. Albertus Magnus und St. Otto (Leitung: Barbara Klose) sowie Instrumentalsolisten begleiteten die Abschiedsfeier musikalisch.

Der Abschied sei auch für ihn nicht ganz leicht, aber er habe sich das „ja selbst eingebrockt“, sagte Wahlmüller eingangs. Er sei in Ottobrunn auf „liebe und wertvolle Menschen getroffen“, denen er „für eine gute, eine wirkliche gute Zeit“ dankte. Wahlmüller wird künftig in der unmittelbaren Seelsorge arbeiten. Der 51-Jährige bat seine Gemeinde um „Verständnis“, dass er nun einen neuen Weg gehe. Aus einem Korb griff Wahlmüller Gegenstände heraus, die ihn immer an seine Pfarrgemeinden zurückerinnern würden. „Um alles zu würdigen, bräuchte ich einen mittleren Container“, scherzte der Geistliche. Daher beschränkte er sich auf einige wenige Geschenke, die er im Laufe der zwei Jahre erhalten hat - etwa eine Stola, die er von den Kindergartenkindern des Pfarrverbands zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen hat. „Die Kindergottesdienste waren für mich immer die Highlights“, sagte der gebürtige Österreicher und legte die Stola für den restlichen Gottesdienst um die Schultern.

Im Anschluss standen Ministranten sowie Kinder und Erwachsene von der Kirche bis zum Pfarrgarten Spalier - mit Sonnenblumen, der bayerischen und der österreichischen Flagge in der Hand. Als Wahlmüller durch diesen Gang schritt, sangen sie „Viel Glück und viel Segen“ und winkten ihrem beliebten Pfarrer mit den Fahnen zu. (jo)

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