Viele Umbuchungen und Stornierungen

- Landkreis (an) - Mehrere hundert Touristen aus dem Landkreis München sollen sich in der Unglücksregion in Südostasien aufhalten. Manche Schätzungen von Reisebüro-Inhabern gehen bis an die Tausend. Die genaue Zahl ist zur Stunde nicht zu ermitteln, da die Möglichkeiten, einen Urlaub oder auch nur einen Flug zu buchen, mannigfaltig sind.<BR>

In Südostasien beginnt gerade die Hauptsaison. Insgesamt sollen sich rund 8000 Deutsche im Katastrophengebiet aufhalten. Wie viele davon aus dem Landkreis München kommen, steht bislang nicht fest. Eine Umfrage unter Reisebüros in Garching, Unterschleißheim und Ismaning ergab ebenfalls keine genaue Zahl. Obwohl die Mehrzahl der befragten Büros keinen einzigen Touristen aus dem Landkreis nach Südostasien vermittelt hat, schätzen Branchenkenner ihre Anzahl auf 500 bis sogar 1000. Unter ihnen befindet sich auch der Fraktionsvorsitzende der CSU im Kreistag, der Ismaninger Helmut Horst und seine Ehefrau Renate (s. Bericht oben).<P>Ob Last Minute, Internet oder doch der Gang zum Reisebüro - die Alternativen für Urlauber erschweren Nachforschungen über ihren Verbleib. Die großen Reiseveranstalter wiederum unterscheiden zunächst nicht, ob ein Tourist aus Osnabrück oder Unterschleißheim stammt.<P>Einem Zufall könnte zu verdanken sein, dass die Anzahl der Urlauber aus dem Landkreis nicht noch höher ausfällt. Nach Information der befragten Reisebüros wären für gestern und vorgestern weitere Urlauberwellen mit den planmäßigen Flügen in Richtung Südostasien gestartet. Einige der Büros stecken bis zum Hals in Stornierungsaufträgen und Umbuchungen. Höhepunkt der Bis zu 1000 Touristen aus Landkreis in der Region Hauptsaison sind Januar und Februar, wobei die beliebtesten Reiseziele der vom Tsunami stark verheerte Süden Thailands, die Malediven und das am schlimmsten von allen Ländern der Region betroffene Sri Lanka sind. Im Süden des Inselstaats nahe der Südküste Indiens werden drei Deutsche vermisst. Regierungsstellen in der Hauptstadt Colombo gehen vom Tod der Touristen aus, deren Herkunft bislang nicht bekannt ist. Das Auswärtige Amt informiert besorgte Angehörig unter Tel.: 030 5000 1000.<P>

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