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Mit guter Laune und viel Schwung gehen die Burschen in ihr erstes Vereinsjahr.

Voll das echte Leben: Burschenverein in Haar gegründet

Haar - Auch in der Gemeinde Haar gibt es jetzt einen Burschenverein. „Das Beste kommt zum Schluss“, sind sich die Gründungsmitglieder sicher. Und haben sich auch schon eine Menge vorgenommen. So hat sich der Verein beim Radiosender „Bayern 3“ beworben: Die Burschen wollen das Dorffest nach Haar holen.

Burschenvereine anderenorts feiern bereits ihr 50- jähriges, manche auch ihr 100-jähriges Bestehen. In Haar aber hatte es bislang mit so einer Vereinigung nicht geklappt. Dabei habe es durchaus schon mehrere Anläufe gegeben, manche schon vor Jahrzehnten, wie der Vorsitzende Markus Weber sagt.

 Jetzt aber ist der Verein auf dem Weg. Angefangen hat alles mit seiner Gründung im Maibaum-Wachzelt Einige junge Männer hatten den Maibaumfreunden Unterstützung angeboten. Und als dann immer wieder Wachen ausfielen, waren diese Burschen häufiger rund um den Baum beim Poststadl anzutreffen. Später dann trafen sich 22 von ihnen im Wachzelt. „Wir kamen mit Satzung, Mitgliedsanträgen und einem Schuhkarton“, sagt Martin Zellner, der zweite Vorsitzende. Im Karton wurden die Wahlzettel gesammelt. Und tatsächlich lief an dem Abend alles rund: Der Verein wurde mit 22 Mitgliedern gegründet. Die Burschen wählten eine Vorstandschaft, legten die Satzung fest und schmiedeten erste Pläne. Jährlich soll es ein Faschingsfest geben, ein Weinfest ist ebenso angedacht wie ein Johannifeuer.

 Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist mittlerweile auch beantragt – und die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 34 gestiegen. Doch: „Eine hohe Mitgliederzahl ist schon mal nicht unser vorrangig erklärtes Ziel. Wichtig ist uns ein gutes Miteinander. Wir wollen ein gutes Netz sein, uns gegenseitig unterstützen, Verantwortung übernehmen, Traditionen aufleben lassen. Und wir wollen die jungen Leute wieder mal aus Facebook in die echte Welt holen“, sagt Martin Zellner. 

Sein Bruder Andreas, Beisitzer im Verein, erklärt zudem, wie wichtig es den Burschen ist, diese gute Gemeinschaft zu schützen. „Aufgenommen wird der, der dazupasst. Wenn wir jemanden nicht kennen, dann beraten wir uns vorher“, sagt er. Es gibt Ausschlusskriterien: Jegliche Art von Rassismus gehört dazu – denn die Burschen wollen bunt aufgestellt sein. „In der Öffentlichkeit werden immer wieder mal Burschenvereine mit studentischen Burschenschaften durcheinander gewürfelt“, sagt Martin Zellner. Grundsätzlich gilt für die Aufnahme: Männlich muss man sein, unverheiratet und einen Bezug zu Haar haben. Das früheste Eintrittsalter haben die Haarer Burschen auf 16 Jahre festgelegt – wobei dann eine Unterschrift der Eltern nötig ist. Im Moment ist das älteste Mitglied 30 Jahre alt, die Grenze nach oben ist offen. 

Der Elan jedenfalls ist groß im noch jungen Verein. „Wir nutzen auf jeden Fall unseren Anfangsschwung und stellen gleich viel auf die Beine“, sagt Weber. Ob dieser Schwung ein wenig der Dirndlschaft „D’wuidn Goaßn“ zu verdanken ist? Man sei im regen Kontakt mit den jungen Frauen, unterstütze sich gegenseitig und arbeite zusammen, heißt es dazu. Im Zugzwang aber haben sich die Burschen nach eigener Aussage nicht gefühlt.

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