Schwer enttäuscht: Hachings Trainer Ralph Hasenhüttl bei der Niederlage gegen den FC Bayern II. Foto: Eva Huber

„Vom Aufstieg brauchen wir nicht zu reden“

Unterhaching - Herber Rückschlag gleich zu Beginn des neuen Fußball-Jahres: Die SpVgg Unterhaching verlor das Nachholspiel gegen den FC Bayern II im Sportpark mit 0:1. Und das völlig zurecht.

Es war eine einzige Szene, die die Partie schon in der 6. Minute entschied und die Unterhachings Trainer Ralph Hasenhüttl hinterher als „saudumme Aktion“ bezeichnete. Nachdem Manuel Konrad im Strafraum die Hand zu Hilfe nahm, pfiff Schiedsrichter Malte Dittrich Elfmeter. Mehmet Ekici verwandelte eiskalt, brachte die Bayern damit in Führung und hatte bereits für die Entscheidung gesorgt. Denn was die Hachinger anschließend boten, um noch zu Punkten zu kommen, war oft schlimm anzusehen und ebenso ideen- wie harmlos.

„Wir haben verloren, weil wir nicht in der Lage waren, in 84 Minuten einen Rückstand umzudrehen“, so Hasenhüttls nüchternes Fazit. „Die Chancen waren da“, meinte der Coach – sie waren aber in Menge und Qualität sehr überschaubar. „Haching erwache“ schallte es kurz nach Wiederanpfiff von der Haupttribüne, doch der Ruck, der in der zweiten Halbzeit durch die Mannschaft der Gastgeber ging, war nur ein kleiner Wackler. „Wir wollten nach der Pause die Schlagzahl erhöhen“, gab Hasenhüttl zu, „waren aber vor dem Tor nicht durchschlagskräftig genug. Das ist zu wenig, um zu Hause drei Punkte zu holen.“

Unterm Strich waren die Hachinger Chancen zwar mehr als die der Bayern, die hatten aber die besseren. Schon nach 14 Sekunden musste Darius Kampa mit dem Fuß gegen Sene parieren, kurz vor der Halbzeit tauchte Yilmaz gefährlich vor dem Hachinger Keeper auf, der erneut zur Stelle war. Da waren der Schussversuch von Thomas Rathgeber (14.) und ein Kopfball von Roman Tyce (29.) weitaus weniger furchteinflößend.

Bis die Gastgeber in der zweiten Hälfte zur nächste Möglichkeit kamen, hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß für sich und den Bayern-Tross auf der Tribüne schon in aller Ruhe ein ganzes Tablett Bratwurst-Semmeln am Kiosk holen können. Sebastian Mitterhuber zielte erst in der 64. Minute knapp vorbei, kurz danach klärte Gäste-Keeper Kraft nach einem Schuss von Neuzugang Benjamin Schwarz zum Eckball. In der Nachspielzeit köpfte Tyce nach einer Rathgeber-Flanke drüber. Das war die gefährlichste, aber auch letzte erfolglose Szene der SpVgg.

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