Lob für "vorbildliche Einrichtung"

- Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe

VON HEIKE WOSCHÉE Taufkirchen - Ein neues Gesicht wurde auf der Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen den rund 40 Mitgliedern vorgestellt. Mit Brigitte Sinn gibt es seit November eine Assistentin der Geschäftsführung, die den arg strapazierten Vorstand entlastet, berichtete Vorstandsmitglied Eberhard Kühn. Schon lange habe man nach Wegen gesucht, um den Vorstand zu entlasten, denn die Nachbarschaftshilfe habe in ihrer Größe und ihrer Aufgabenvielfalt Dimensionen angenommen, die man allein ehrenamtlich nicht mehr bewältigen könne.

Brigitte Sinn, die Hauswirtschafterin ist und lange Zeit im Verlagswesen gearbeitet hat, bezeichnete ihre neue Aufgabe als spannend und bunt. Bunt ist allerdings die Aufgabenvielfalt, die die Nachbarschaftshilfe übernommen hat. Vom Stillkreis, aus dem die Mütter gar nicht mehr weg wollen, auch wenn die Kindern längst allein essen, über Spielgruppen und Hausaufgabenbetreuung bis hin zur Altenpflege reicht die Palette an Hilfsangeboten der Einrichtung, die im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern konnte.

Forum für Kontakte, Chance zur Integration

Mit ihrer Arbeit setze die Nachbarschaftshilfe wichtige Impulse für das Zusammenleben, war sich Vorsitzende Marianne Boegner sicher. Ein Forum für neue Kontakte, eine Chance zur Integration, die vor allem die Hausaufgabenbetreuung durch die gezielte Förderung von ausländischen Kindern leiste, aber auch das Verhindern der Vereinsamung vieler alter Menschen, die sich dort treffen und ihre Freizeit miteinander gestalten oder besucht werden, wenn sie ihre vier Wände nicht mehr verlassen können, das alles ist Nachbarschaftshilfe.

Neu gegründet wurde hierfür eine Arbeitsgruppe, die noch mehr Angebote für die ältere Generation auf die Beine stellen will. Doch auch diese Aufgaben kosten Geld, wenn die Helfer doch auch häufig ehrenamtlich oder nur für eine kleine Aufwandsentschädigung arbeiteten.

Anders beim Pflegedienst der Nachbarschaftshilfe, der seine Arbeit mit Fachkräften abdecken muss. So betrug der Haushalt, wie Schatzmeisterin Uschi Hoffmann mitteilte, im Jahr 2002 rund eine halbe Million Euro, ein Betrag, der auch in diesem Jahr wieder zu erwarten sei. Habe man allerdings im letzten Jahr ein kleines Plus von rund 10 000 Euro erwirtschaften können, so befürchte man für den Abschluss von 2003 wieder ein Minus vor dem Endergebnis.

Bürgermeister Eckhart Kalinowski (SPD) tröstete die Vorstandschaft, indem er auf die Situation der Gemeinde verwies, die sich in einer ähnlichen Haushaltslage befinde. Trotz angespannter finanzieller Verhältnisse wolle man aber in diesem Jahr nicht an den Zuschüssen für die vorbildliche Einrichtung sparen. Sein Lob galt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die auf so vielfältige Weise für ihren Nächsten im Einsatz sind.

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