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Bleibt Bürgermeister von Ottobrunn: Thomas Loderer.

Bürgermeisterwahl

Ottobrunn: Loderer bleibt Rathauschef

Ottobrunn - Thomas Loderer (CSU) bleibt Bürgermeister von Ottobrunn. 52,7 Prozent der Stimmen hat er auf sich vereint. Den Rest teilen sich Ariane Wißmeier-Unverricht (33,8 Prozent/SPD), Sebastian Lumpe (9,2 Prozent/Grüne) und Gerald Kunzmann (4,3 Prozent/FDP). Enttäuschend für alle: Die Wahlbeteiligung von nur 46,7 Prozent.

Der Gewinner lässt sich bitten. Während das CSU-Lager um die Gemeinderatsmitglieder Monika Modrow-Lange und Susanne Vordermaier im Ottobrunner Rathaus nach jedem neu auf der Leinwand erscheinenden Stimmbezirk lauter kreischt und klatscht, ist der, um den es geht, schlicht nicht da.

rst als es nichts mehr zu rütteln gibt, als alles klar ist, erscheint der strahlende Sieger auf der Rathaustreppe. Aus dem Bürgermeisterbüro im fünften Stock steigt er hinab, um sich feiern zu lassen. Die letzte Dreiviertelstunde vor dem Ergebnis habe sein Herz geflattert, sagt er später. Im Moment des Triumphs wirkt er dagegen cool, beinahe unberührt. Thomas Loderer hat es geschafft. Sein Sieg ist für andere eine Niederlage.

Ariane Wißmeier-Unverricht (SPD), Sebastian Lumpe (Grüne) und Gerald Kunzmann wollten ihn stürzen und sind daran gescheitert. „Natürlich ist es eine Enttäuschung“, sagt Wißmeier-Unverricht. Sie wirkt ein wenig ratlos. „Wir haben einen tollen Wahlkampf gemacht und haben die neuralgischen Punkte herausgearbeitet. Es ist uns nicht gelungen, seine Fehler klarzumachen.“

Sie will noch etwas anfügen, doch der Sieger übertönt sie von der Treppe aus. Loderer hält seine Ansprache. Froh sei er über dieses Ergebnis im ersten Wahlgang. Den Mitbewerbern dankt er, „dafür, dass sie für eine Auswahl gesorgt haben“. Wißmeier-Unverricht schnauft so etwas wie ein Lachen aus. Es klingt bitter.

Lumpe (Grüne) zeigt seinen Ärger über das Ergebnis wesentlich deutlicher. „Die Leute wollen’s nicht anders!“, schimpft er. „Ich weiß nicht, wo’s herkommt. Das wirft alles über den Haufen. Wir haben gezeigt, dass es mit ihm nicht passt, und trotzdem so ein Ergebnis.“ Mit seinem eigenen Ergebnis sei er wenigstens zufrieden: „Das passt wunderbar“.

Bilder: Wahltag in Ottobrunn

Kunzmann (FDP) hätte schon gerne „ein paar Prozent mehr gehabt“. 4,3 Prozent, das findet der 26-Jährige ein bisschen wenig. Dennoch: „Das Feedback, das ich bekommen habe, zeigt mir, dass ich die Basis habe, um bei der Kommunalwahl voll anzugreifen.“ Kunzmann will im September in den Ottobrunner Gemeinderat einziehen. Dort hätte er dann regelmäßig mit dem alten und neuen Bürgermeister Thomas Loderer zu tun. Wie alle anderen Kandidaten auch.

Sebastian Horsch

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