1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis

Waldkindergarten bekommt Holzhaus

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Brunnthal - Der Brunnthaler Waldkindergarten „Wurzelzwerge“ an der Höhenkirchner Straße in Faistenhaar soll erweitert werden. Der jetzige Bauwagen reicht nicht mehr aus.

Einstimmig verständigte sich der Brunnthaler Gemeinderat auf den Bau eines weiteren Schutzraums für die Kinder im Hofoldinger Forst. Die bestehende Einrichtung auf dem Gelände der AWO-Einrichtung reicht für die rund 20-köpfige Gruppe nicht mehr aus. Neben einem derzeit in Betrieb befindlichen Bauwagen soll für die 18 Kleinkinder und drei Betreuer umfassende Gruppe künftig ein Holzhaus mehr Platz bieten. Der Gemeinderat beauftragte Bürgermeister Stefan Kern (CSU), entsprechende Angebote einzuholen. Dabei soll der Kostenrahmen bis 40 000 Euro möglichst nicht ausgeschöpft werden. So will man bei regionalen Herstellern eine kostengünstige Lösung ausloten und auch regionale Handwerksbetriebe bei Transport und Errichtung des Hauses einsetzen. „Wir brauchen diese zweite Unterkunft für den seit 2010 bestehenden und bestens angenommenen Kindergarten auch, um einem veränderten Nutzungsverhalten Rechnung zu tragen“, erklärte Kern auf Nachfrage des Münchner Merkur. Während zu den Beginnzeiten beim Waldkindergarten vor allem das Erleben und die Bewegung unter freiem Himmel im Vordergrund gestanden habe, nähere man sich bei den Wurzelzwergen immer mehr auch herkömmlichen Formen der Kinderbetreuung. „Für Stuhlkreise oder den gemeinsamen Mittagsschlaf braucht man eben auch ein vergrößertes Raumangebot.“

Insgesamt bietet der Waldkindergarten heute fast doppelt so viele Plätze wie in den Gründungstagen. Nahezu alle Kinder kommen nach Informationen der Gemeinde aus Brunnthal selbst. „Eine tolle Sache, nur mit dem Preis müssen wir noch runter“, lautete der Tenor.

Betreuungsdefizit? Offenbar plagt sich Brunnthal wie andere Kommunen in der Klein- und Kleinstkinderbetreuung weiter mit einem eklatanten Personalmangel herum. „Aktuell ist die weitere Betreuung von rund 20 Kindern in den Einrichtungen der Gemeinde noch offen, weil sich die Personalsuche sehr schwierig gestaltet“, erklärte Kern auf Anfrage. „Das ist ein echtes Problem.“ Allerdings sei derzeit Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. „Wir haben eine weitere Fachkraft eingestellt und eine zweite fast am Haken“, sagt der Bürgermeister. Weiterer Bedarf besteht allerdings, um besonders den Betreuungsübergang von der Kinderkrippe zum Kindergarten mit ausreichenden Platzkontingenten zu sichern. Schon deshalb ist auch der Ausbau des innovativen Angebotes bei den Wurzelzwergen „alternativlos“, ist man sich im Gemeinderat einig. (hh)

Auch interessant

Kommentare