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400 Weggefährten nehmen Abschied von Heiner Janik

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Landkreis/ Starnberg - Nahezu 400 Weggefährten aus der Politik und Verwaltung, Freunde und Verwandte haben gestern Vormittag am Trauergottesdienst für Heiner Janik teilgenommen.

Der ehemalige Landrat von Dresden und München Land, sowie Starnberger Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister, war vergangenen Mittwoch im Alter von 69 Jahren verstorben.

Die evangelische Friedenskirche in Starnberg fasste den großen Andrang nicht, weshalb auch davor und im Hof des Gemeindehauses Bänke aufgestellt worden waren. Als Letzte zogen elf Fahnenabordnungen in die Kirche ein, überwiegend Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis München, aber auch die Feuerwehr und der TSV aus Starnberg. Sie stellten sich rund um den mit bunten Sommerblumen geschmückten Sarg auf.

Sein schallendes

Lachen wird vermisst

Sogar aus Polen waren Trauergäste angereist - aus den Partnerlandkreisen von München-Land, Krakau und Wieliczka die Landräte. „Seit letztem Mittwoch, dem Sterbetag, brennt eine Kerze um an Heiner Janik zu erinnern“, sagte Pfarrer Hans Martin Schroeder, dem die Nachbarn geklagt hatten, dass sie bereits das „schallende“ Lachen aus dem Nebenhaus vermissen. Professor Otto Gaßner, bester Freund des Verstorbenen, hob dessen Freude am Gestalten hervor, aber auch Janiks Lust am pointierten Formulieren.

Thomas Goppel (MdL) habe Janik in seinem Kondolenzschreiben einen „Maßstabsetzer“ genannt. „Heiner war kein Technokrat. Die Würde und Freiheit des Einzelnen waren ihm ganz wichtig. Er hat stets das Verhältnismäßigkeitsprinzip gepredigt“, so Gaßner. Die Kommunale Selbstverwaltung habe er auf allen Ebenen der Gerichtsbarkeit verteidigt. Starnberg verdanke Janik ganz besonders den Bau der Brunnangerhalle. Gaßners Fazit: „Du hast ein gelungenes Leben geführt.“

Christoph Göbel, jetziger Landrat von München Land, erinnerte an den großen Lebenstraum seines Amtsvorgängers, der immer ein berühmter Dirigent habe werden wollen. Wer genau hinsehe könne erkennen, dass Janik das für das politische Orchester im Kreistag, in der Verwaltung und auf allen Ebenen des förderalen Staats gewesen sei - „Ein Dirigent - Meister seines Faches“. Göbel erinnerte sich an seine eigene Zeit als junger Jurastudent, den Janik in einem Patenprogramm betreute. Damals habe er, Göbel, mit Janiks These, man brauche in der modernen Verwaltung Ermöglichungs-, keine Verhinderungsbeamten, seine Professoren sehr erstaunt. „Heiner war ein sehr sensibler Mensch, ein ungemein großzügiger Charakter, blitzgescheit und humorvoll - eine einzigartige Persönlichkeit.“

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand nannte Janik gegenüber dessen Familie einen immer standfesten Partner“.

Am Ende des Trauergottesdienstes sang die Trauergemeinde gemeinsam die Bayernhymne, die Vereinsabordnungen senkten ihre Fahnen vor dem Sarg, der dann aus der Kirche getragen wurde.

Ihm folgten Janiks Frau Gisela und die Söhne Mark und Patrick mit ihren Familien sowie Altlandrätin Johanna Rumschöttel und Altlandrat Joachim Gillessen, Janiks langjähriger Stellvertreter Rolf Zeitler und viele Bürgermeister. Die Feuerwehr hatte die Kaiser-Wilhelm-Straße teilweise kurzfristig gesperrt.

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