Bei weiterem Schnee wird es kritisch

- Aying - Vielerorts wurden die Dächer auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft, nachdem die schreckliche Tragödie in Bad Reichenhall zu Beginn des neuen Jahres hatte aufhorchen lassen. Auch die katholische Kirchenstiftung in Aying machte sich darüber Gedanken. Florian Maier, der zuständige Beauftragte für den Baubezirk II im Erzbischöflichen Ordinariat, beauftragte einen Fachmann mit der Begutachtung des Dachstuhls der Pfarrkirche St. Andreas.<BR>

Nach einem Ortstermin mit Pfarrer Manfred Wurzer und Mesner Benno Loderer konnte der Ingenieur Karl-Heinz Gebhard aus Taufkirchen Entwarnung geben. Vorerst. Die vorhandene Schneebelastung gebe keinen Anlass zur Sorge. Doch müssen weiterhin Schneefall und Windgeschehen im Auge behalten werden.<P>Aufgrund des steilen Kirchendaches bleibt der Schnee in den Fanggittern hängen, bedeckt also den unteren Teil des Dachs. Insbesondere auf der nördlichen Schattenseite hält sich die weiße Pracht besonders lange. In Kombination mit sehr starken Winden könne durchaus Gefahr in Verzug sein, merkt Gebhard an. Wenn wieder starke Schneefälle kommen sollten, müsste das Gewicht der Massen ermittelt werden. Hierzu müsste ein Quadratmeter Schnee abgetragen und gewogen werden.<P>Gebhard hält es für möglich, dass eine starke Schneebelastung und starker Wind dazu führen könnten, den Dachstuhl zu verformen. Verformung des Dachstuhls ist nicht auszuschließen Möglicherweise könnte dann ein Sparrenfußpunkt eingedrückt werden. Und dann wäre eine Kettenreaktion denkbar. Aus diesem Grund müsse bei einer sehr starken Windbelastung oder bei einer weiteren Erhöhung der Schneelast ein neuer Ortstermin stattfinden. Dann wäre auch zu entscheiden, ob der Schnee abzutragen wäre oder das Gotteshaus eventuell gesperrt werden muss.<P>Gebhard wies ausdrücklich darauf hin, die notwendige Dachstuhlsanierung noch heuer durchzuführen. Hierzu läuft gerade die Spendenaktion im Ayinger Pfarrgebiet, um den Eigenanteil an der Sanierungsmaßnahme zusammenzubringen. Erst dann würde das Erzbischöfliche Ordinariat München seine Gelder bereitstellen und die Arbeiten heuer ermöglichen (wir berichteten). Wolfgang Rotzsche<P>

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