Wenn Schüler die Ferien im Kindergarten verbringen

- Angebot ausgeweitet - Bauwagen macht Waldpädagogik möglich

VON BERNADETTE HEIMANN Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Neuigkeiten aus dem Gemeindekindergarten: Die Kinder bekommen einen Bauwagen in der Nähe der Leonhardikirche und damit ein Stück Waldpädagogik. Außerdem ist das Angebot des Ferienkindergartens erweitert worden. Dort können nun auch Eltern, die nicht in Höhenkirchen-Siegertsbrunn wohnen, aber dort arbeiten, ihren Nachwuchs betreuen lassen.

Wer sich über den aufgemöbelten Bauwagen an der Bahnhofstraße wundert: Er soll das neue Refugium der Kinder werden. Leiterin Irmgard Buchs ist hoch erfreut über das Geschenk. Der Bauwagen gehörte ursprünglich der Wichtelrunde des Waldkindergartens. Für die kleinen Naturfreunde war er bald zu klein und wurde ausrangiert. Jetzt ist er wieder aufpoliert und verschönert worden, die Eltern haben neue Vorhänge genäht und den Wagen gemütlich hergerichtet. Er soll einen festen Standort am Leonhardiberg in Siegertsbrunn bekommen.

"Eine tolle Sache", findet Irmgard Buchs. So könne der Gemeindekindergarten künftig auch Waldpädagogik vermitteln, jede Gruppe darf pro Woche einen Tag lang in den Bauwagen, im Sommer dann eine ganze Woche lang. Das neue-alte Gefährt soll am 7. Mai mit einem riesigen Fest eingeweiht werden.

Betreuung nahe des Arbeitsplatzes

Darüber hinaus hat der Gemeindekindergarten sein Angebot bei der Ferienöffnung erweitert. Künftig können auch Eltern, die nicht in der Gemeinde wohnen, aber dort arbeiten, ihren Nachwuchs unterbringen. Geöffnet ist während der Schulferientage, außer an Weihnachten. Von 7.30 bis 16 Uhr stehen die Räume an der Bahnhofstraße allen Kindern im Alter zwischen drei und zwölf Jahren offen - vorausgesetzt, beide Eltern arbeiten oder Mutter bzw. Vater sind allein erziehend. 50 Euro kostet der Platz pro Woche, ein warmes Mittagessen (drei Euro) muss extra bezahlt oder eine Brotzeit mitgebracht werden.

Interessant sei das Angebot vor allem für Schulkinder, denn Kindergärten hätten ja während der Ferien ihre "Notzeiten", sagt Buchs. Sie rechnet vor allem mit den Neun- und Zehnjährigen. Die ganz Großen, also die Zwölfjährigen, hätten eher weniger Lust, mit den Kleinen zu spielen. Dafür bekommen sie eine besondere Aufgabe: Sie dürfen als "Praktikanten" den Erzieherinnen helfen. Anmeldung unter 0 81 02 /77 85 81.

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