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Als Standort auserkoren: Die Fläche neben XXX-Lutz.

Bürgerbegehren?

Widerstand gegen Schlachthof-Projekt in Aschheim

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Aschheim - In Aschheim formiert sich Widerstand gegen den geplanten Bau eines Schlachthofes direkt an der Autobahn, neben dem Möbelhaus XXX-Lutz. Sabine Maier aus Aschheim hat die mittlerweile auf 190 Mitglieder angewachsene Gruppe auf Facebook ins Leben gerufen und ist mit dem engen Kreis der Aktionsgruppe fest entschlossen, ein Bürgerbegehren zu starten.

Die Gruppe möchte das Unterfangen eines Investors aus Nordrhein-Westfallen stoppen, auf elf Hektar Fläche ein Fleischhandelszentrum zu errichten. In einer kleinen privaten Runde wurde eine Strategie entwickelt, wie ein möglicher Schlachthof hinter den Möbelhäusern verhindert werden kann.

Sabine Maier führt die Gruppe

Bestätigt fühlt sich Sabine Maier durch den Zulauf zu der nun 50 Personen starken Gruppe, die auch die Basis bei Facebook („Aschheimer gegen Schlachthof“) bildet. Im Internet werden derzeit vor allem Berichte geteilt über Massentötungen von Tieren. Ein örtlicher Tierschutzverein möchte sich demnächst dem Unterfangen auch anschließen, sagt Maier. „Wir sind eine schöne Gemeinde mit einem zukunftsorientierten Gewerbemix“, erklärt Sabine Maier. Sie kann überhaupt nicht verstehen, warum die Gemeinde den Schlachthof so favorisiere. 

Gespräch mit Gemeinderat und Bürgermeister

Sabine Maier betont, dass so eine Einrichtung deutlich weiter von den Wohnbereichen in Aschheim oder Kirchheim entfernt sein müsse. Sie knüpfte bereits Kontakte nach Kirchheim, weil die Nachbargemeinde ihrer Meinung nach von Geruchsbelästigung auch Nachteile bekommen werde. Im ersten Schritt wollen die den Schlachthof ablehnenden Bürger mit den Aschheimer Gemeinderäten diskutieren und auch das Gespräch mit Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) suchen. Sabine Maier appelliert an die kommunalen Entscheidungsträger, den Weg „für die Zukunft Aschheims“ zu überdenken, „denn auch mit einer Biogasanlage wird aus dem Projekt keine Ökostory.“

Notfalls Bürgerentscheid

Entsprechende Einsprüche werde die Gruppe ausarbeiten, wenn die Öffentlichkeit beteiligt wird, im Auslegungsverfahren des Bebauungsplanes. „Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass wir den Schlachthof verhindern werden“, sagt die Initiatorin.

Das soll notfalls auch über ein Bürgerbegehren mit einem Bürgerentscheid passieren. In den benötigten 850 Unterschriften von Bürgern sieht Sabine Maier für diesen Weg keine unüberwindbare Hürde. Die Gruppe der Schlachthof-Gegner habe bereits jetzt genügend engagierte Helfer, die mit den Unterschriftenlisten in der Gemeinde von Haus zu Haus gehen würden.

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