Spielen mit den Farben des Sommers: (v.l.) Dorothee Kempkes, Carsten Hölschermann, Bianca Führmann und Sabine Lenzer. Foto: Robert Brouczek

Die wilde Mystik des Sommers

Hohenbrunn - Wäre der Sommer doch auch in der Realität so beständig wie auf den Bildern der vier Künstler im „Lebensraum Kunst“ in Hohenbrunn.

ei der Ausstellung wird pure Lebensfreude sichtbar: Die „Farben des Sommers“, wie Carsten Hölschermann, Dorothee Kempkes, Bianca Fuhrmann und Sabine Lenzer, ihre Gemeinschafts-Ausstellung genannt haben, machen unwillkürlich gute Laune und Lust auf noch viele, viele Tage im Freien.

Wenn die vier sich auch teilweise in der Technik unterscheiden, die Liebe zur Kunst, die Freude am Experiment und am kreativen Prozess vereint sie. Die unterschiedlichen Arbeiten in Aquarell, Öl, Acryl und Mischtechnik preisen die warmen Jahreszeit und ihre üppige Farbenpracht. Aus Bremerhaven stammt der Baldhamer Carsten Hölschermann, der während seines Maschinenbaustudiums als Autodidakt mit Bleistiftzeichnungen begann, aber auch mit Acryl und Kreiden arbeitete. Heute ist Öl seine bevorzugte Technik. Meer, Sonne, Berge, Dörfer, Pflanzen - Hölschermann ist experimentierfreudig und setzt dabei auf knallige Farben, die er zum Teil sehr dick auf die Leinwand aufträgt. Dazu wählt er eine Mischung aus abstrakten und realen Elementen.

Satte Farbigkeit zeichnet die Bilder von Dorothee Kempkes aus. Die Künstlerin, die in München lebt und in einem Atelier der Künstlergemeinschaft „Aukio“ bei Tutzing arbeitet, setzt sich auf Leinwänden mit Farbe, Form und Raum auseinander. Begonnen hat sie ihre Laufbahn mit gegenständlichen Aquarellen, doch über die Acryltechnik kam sie zum Abstrakten. Das Ergebnis sind intensive „innere“ Bilder. Eindrücke von Reisen nach Afrika, Asien und Amerika spiegeln sich zudem in ihren Arbeiten.

Starke Farbigkeit ist auch bei Bianca Fuhrmann zu finden. Die leuchtenden Töne ziehen den Betrachter in Bann. Darüber hinaus sind die Bilder voller Dynamik. Fuhrmann, die als freischaffende Künstlerin, in Wörth lebt, arbeitet vor allem mit Acryl, strukturgebenden Materialien und Objekten.

Wilde Landschaften, die Schönheit der Natur zeigt Sabine Lenzer. Kein Schnickschnack, nichts Überflüssiges ist in ihren Bildern zu finden, die Künstlerin abstrahiert und reduziert aufs Wesentliche. Die Landschaft kennzeichnet oft eine wilde Mystik. Lenzer malt in Acryl, Aquarell sowie Mischtechnik und gibt ihr Können an die Kleinsten weiter: Vor einigen Jahren hat die Münchnerin die Gruppe „Pinselkinder“ gegründet. Die Ausstellung ist bis 2. Oktober im „Lebensraum Kunst“ in Hohenbrunn zu sehen.

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