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Die lustige Mädelsgruppe hat sich für den „Tanz der heißen Höschen“ in Höhenkirchen als Monopoly-Spiel verkleidet.
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Wlde Raubkatzen, Kühe und Federvieh Xaver Schmuck (12), Sohn des Hauses, in friedlicher Harmonie: Beim „Karneval der Wildtiere“ ist alles möglich. 
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Hier wird mit lustigem Kopfschmuck getanzt: beim Ball der Schwanecker Rittersleit in Pullach. 
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Lego-Männchen und Minions: In knalligem Gelb besucht die Gruppe das Faschingstreiben der „Gleisenia“ in Unterhaching. 

Faschingshöhepunkt im Landkreis

Wilde Tiere und heiße Höschen

Die tollen Tage sind in vollem Gange. Im Landkreis fanden am Wochenende bunte und fröhliche Faschingsfeste statt. Bei der Kostümierung bewiesen die Narren jede Menge Fantasie.

Landkreis – „Puh, mir wird langsam echt heiß“, ächzte Xaver (12), grinste und hielt wacker durch. Für den „Karneval der Wildtiere“ – so das Motto – war der Bub in ein Gockel-Kostüm geschlüpft. Ein wildes Huhn halt. Vom knallroten Kamm bis zu den Sporen steckte er in Plüsch. Ganzkörperkostüme waren beim Hausball im Gasthof Schmuck in Arget der Renner. Auch Martin Fesl und Gattin Hannelore hatten sich unter das illustre Völkchen gemischt, das sich in der Wirtsstube versammelt hatte. Die Fesls waren bester Laune: Er, sonst im Gemeinderat aktiv, setzte auf Lokalkolorit und war als Schwarzbunte im Kuh-Outfit erschienen. Sie gab augenzwinkernd die Grande Dame.

Wildkatzen aller Couleur dominierten die Szenerie. Ein Gorilla hatte sich dazu gesellt und machte sich statt über Bananen über den Schweinsbraten her. Die zufälligen Gäste in der Stube beäugten die Ballgäste vergnügt. Als dann noch die vier Musikanten der „Latschenkopf Musi“ anfingen, zünftig aufzuspielen, verließen einige von ihnen die Tische und gesellten sich dazu. „Das ist ein richtiger, altbayrischer Hausball wie früher“, erläutert die Gastgeberin und Hausherrin Angelika Schmuck. Deshalb fände das Ganze nicht in einem separaten Saal, sondern mitten im Gasthof statt, wo jeder mitmachen könne.

Unverzichtbar auch eine „guate Musi“. Vom Walzer bis zum Marsch, bodenständig und handgemacht. „Obwohl keiner von uns Noten lesen kann“, erzählte Max Merrit (24), der Bassist der Latschenkopf Musi. Fesch sah er aus, mit Dutt, Hut und der abgelegten Sonntagstracht der Schwiegermutter. Als Marketenderin war er gekommen. Mit ihm musizierten Quirin Ketterl (Gitarre, Löffel), Sepp Bresche und Christoph Daxner (beide Ziach). Mit zunehmender Stunde stieg die Stimmung, kamen Gäste hinzu, hielt es niemand mehr auf den Plätzen. „Freilich gehört ein gepflegtes Tänzchen auch zum Karneval“, sagte Angelika Schmuck. Und weil es allen so viel Spaß gemacht hat, soll es auch im nächsten Jahr wieder eine Einladung zum Hausball geben. Nur das Motto, das steht freilich noch nicht fest.

Was wäre der Fasching ohne den „Tanz der heißen Höschen“. Der Siegertsbrunner Burschenverein hat mit der Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Höhenkirchen fast so etwas wie eine Marke kreiert. Die Faschingsparty, bei der Kostümierung Pflicht ist, gilt als legendär und ist über Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Für Stimmung sorgten die „Torpedos NG“, die auch beim Siegertsbrunner Leonhardifest aufspielen.

In Unterhaching fand am Sonntag ab Mittag das Faschingstreiben der „Gleisenia“ in der Ortsmitte statt. Die Faschingsgesellschaft unterhielt die Besucher mit ihren Prinzenpaaren und Garden.

Im Vorfeld längst ausverkauft waren die Faschingsbälle des Faschingsvereins D’ Schwanecker Rittersleit“ in Pullach. Lustige Kostüme, gute Stimmung und viel Gaudi ist garantiert, wenn die Rittersleit feiern – so auch beim zweiten Ball im Pfarrheim Heilig Geist. Die Männer jeden Alters, die seit vier Jahrzehnten Stimmung machen bei diversen Veranstaltungen zwischen dem Unsinnigen Donnerstag und Aschermittwoch, sind des Feierns noch längst nicht müde: Sie stürmen am Rosenmontag das Rathaus in Pullach. 

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