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SPD will 1000 Schüler als Obergrenze für das Gymnasium Kirchheim

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Kirchheim - Der Bedarf an weiterführenden Schulen im Landkreis holt die Politik ein. CSU und SPD sind sich einig: Im Osten wird es eng! Das Kirchheimer Gymnasium muss wohl mit 1500 Einschreibungen rechnen (wir berichteten). Womöglich werden es noch mehr, sollte der Zweckverband Ende des Monats keine Obergrenze formulieren.

Der Schulbedarfsplan des Landkreises München geht von 1500 Gymnasiasten für Kirchheim aus. Damit wäre der aufgrund erheblicher Mängel wohl notwendige Neubau der Schule spürbar überbelegt. Wie die SPD in ihrem Antrag für einen überschaubaren Umfang von Schulen ausführt, war Kirchheim ursprünglich für „unter 1000 Schüler konzipiert“. Inzwischen sind es 1280. Der Bedarf im Münchner Osten verlangt der Schulleitung sogar ab, 300 weitere Gymnasiasten aufzunehmen. Wie sich der „Zweckverband weiterführender Schulen im Osten des Landkreises München“ Ende des Monats tatsächlich entscheidet, bleibt abzuwarten. SPD wie CSU verlangen dem Landkreis wegweisende Planungsschritte ab. Während die CSU „überschaubare Schulgrößen“ wünscht, Kirchheims Bürgermeister, Kreisrat Maximilian Böltl (CSU), grundsätzlich erklärt, ein Gymnasium mit 1500 Schülern nicht per se als überlastet abzuschreiben, fordert die SPD Schulen mit maximal 1000 Schülern. Bei bereits bestehenden Schulen, wie das Ernst-Mach-Gymnasium in Haar, die über 1000 Schüler beherbergen, sollte zumindest versucht werden, die Schülerzahlen im Laufe der Zeit auf unter 1000 Köpfe zu reduzieren.

Für die kommenden fünf Jahre besteht im Bereich der Gemeinden Kirchheim, Feldkirchen und Aschheim laut Bezirksregierung ein Bedarf von 1500 Schülern. Auch wenn der Zweckverband nach Angaben der CSU den Neubau in entsprechender Größe plant, wäre Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl wohler, der Landkreis würde neue Wege beschreiten „bei der Weiterentwicklung von Alternativen für überschaubare Schulgrößen, weiterer Gymnasien und moderner Bildungskonzepte“.

Der Kreisausschuss des Landkreises München entsprach dem kleinsten gemeinsamen Nenner beider Fraktionen, beschloss, den Schulbedarfsplan fortzuschreiben. Besonderes Augenmerk richtet das Landratsamt dabei auf den Osten des Landkreises. Aktuelle Schülerzahlen zu Beginn des kommenden Halbjahres sollen mit der Bevölkerungsentwicklung abgeglichen werden. Dabei gilt es, Wechselwirkungen zu Schulstandorten wie Garching, Ismaning und Haar sowie der umliegenden Gemeinden überhaupt zu berücksichtigen. Der Kreis will prüfen, ob Potential für ein weiteres Gymnasium besteht - und welcher Standort dabei in Frage käme.

Landrat Christoph Göbel (CSU) drängt zur Eile: Ob Genrealsanierung in Kirchheim oder eben Neubau - gleich wie der Zweckverband entscheidet: „Ich fände es fatal, wenn noch mehr Zeit vergeht, ohne dass wir handeln.“

SPD und FDP warnen vor „Mammutschulen“. Stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) aus Ismaning besteht auf 1000 Schülern als Obergrenze. Böltl hingegen will ein Kirchheimer Gymnasium selbst mit 1500 Schülern nicht als Problemfall abgetan haben wissen. Mit gegenwärtig 1280 Gymnasiasten habe die Schule sämtliche Preise abgeräumt. Er selbst sei auf einer Lehranstalt mit 800 Schülern zu einer Ehrenrunde genötigt worden. Grundsätzlich regte er an, den Kreis Ebersberg mit Poing als Schulstandort in die Untersuchung einzubeziehen. an

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