Es wird ein Wirtschaftsgymnasium

Ismaning - Vor knapp drei Monaten kam die Zusage für den Bau des neuen Ismaninger Gymnasiums. Jetzt hat der Gemeinderat zwei weitere Weichen gestellt.

Einstimmig plädierte das Gremium dafür, die Schule wirtschafts- und sozialwissenschaftlich auszurichten, und zwar in Kombination mit einem sprachlichen Zweig (Englisch, Französisch/Latein und Spanisch). Außerdem soll für den Neubau des Gymnasiums mit Sporthalle ein Architekten-Wettbewerb organisiert und dabei ein Fachbüro eingebunden werden.

In seinem Schreiben vom 31. Juli 2013 (wir berichteten) hatte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Gemeinde Ismaning aufgefordert, über die fachliche Ausrichtung der Schule zu entscheiden - in enger Abstimmung mit Richard Rühl, dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern.

„Nach meiner Kenntnis gibt es diese Ausrichtung in München nur vier Mal; an städtischen Gymnasien und nicht in unmittelbarer Nachbarschaft“, sagte Bürgermeister Michael Sedlmair (FWG), der regelmäßig mit den Verantwortlichen im Landratsamt telefoniert. - Telefonieren muss, denn schließlich ist der Landkreis in einer Zweckvereinbarung Ismanings einziger Partner. Es gilt, die weiteren Schritte genau abzusprechen.

Eigentlich war ja die „große Lösung“ für den Betrieb des Gymnasiums geplant - gemeinsam mit Garching und Unterföhring. Doch nachdem im Herbst 2012 Ismaning den Konkurrenten Unterföhring auf der Zielgeraden abgehängt hatte, scherte erst die eine, dann auch die andere Nachbargemeinde aus.

Tobias Soller (CSU) forderte die Verwaltung eindringlich dazu auf, einen neuen Vorstoß in Richtung großer Zweckverband zu unternehmen. „Beide Kollegen sagen mir, dass es derzeit nicht sinnvoll ist, das Thema in den Gremien anzusprechen. Wir werden das in aller Ruhe, aber mit Bestimmtheit vorantreiben“, bat Sedlmair um Geduld. Ministerialbeauftragte Rühl teile die Meinung, dass die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche sowie sprachliche Ausrichtung eine passende Ergänzung zum Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching (naturwissenschaftlich-technologisch; Sprachen) sei, erläuterte Sedlmair.

„Garching und Ismaning ergänzen sich so gegenseitig - das könnte das Stimmungsbild positiv verändern“, meinte Barbara Brehmenkamp (CSU). Alexander Greulich (SPD) favorisierte einen ganz speziellen Zweig innerhalb der Fachrichtung: „Für eine Mediengemeinde wie unsere wäre Wirtschaftsinformatik in Kombination mit Wirtschaft und Recht ein echtes Alleinstellungsmerkmal.“ Zudem regte er an, „so schnell wie möglich“ eine Kommission zu bilden, die sich in Sachen flexible Lernlandschaften ein Raumkonzept überlegen und das Thema „Handballhalle, ähm Turnhalle“ im Fokus behalten müsse.

Günter Glasner (FWG) wies Handball-Fan Greulich lächelnd darauf hin, dass alle Ismaninger Vereine von der Halle profitieren sollten. Volker Bäumler (Grüne) rechnet mit Problemen bei der Verkehrsanbindung: „Die Aschheimer Straße könnte zum Nadelöhr werden. Ich bin gespannt, wie das gelöst wird.“ guv

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