So soll die Wirtschaft aussehen: Drei Jahre lang gibt es in Oberschleißheim Bewirtung auf der Alm. Foto: fkn

Wirte bauen Alm in den Schleißheimer Schlosspark

Oberschleißheim - Die Ables, eine Münchner Gastronomiefamilie, bauen vor der Schleißheimer Schlosswirtschaft eine Almhütte auf. Der beliebte Biergarten soll während der Ende Oktober beginnenden Renovierung der Wirtschaft ebenfalls geöffnet bleiben. Und solange renoviert wird, gibt's Bewirtung auf der Alm.

Ende Oktober soll die Schlosswirtschaft schließen. Die Sanierungsmaßnahmen sind auf drei Jahre angelegt. Bereits am 14. November eröffnen die Able-Brüder Daniel (23) und Sebastian (25) den Betrieb auf ihrer Alm, die auf der Terrasse der bisherigen Wirtschaft aufgebaut werden soll. Die neuen Wirte versprechen „bayerische Tradition in neuem Glanz, mit jungem Schwung.“ Die Eltern, Josef (53) und Claudia (50) Able, werden ihre Söhne bei Bedarf unterstützen. Sohn Daniel kündigt an: „Wir werden alles geben, um diese Herausforderung mit dem richtigen Plan, der Erfahrung und unserer Leidenschaft umzusetzen.“

Das Oberschleißheimer Rathaus und die Gemeinderäte haben weitgehend positiv auf die Nachricht reagiert, dass es am Schloss auch in den kommenden Jahren möglich sein wird, für eine Brotzeit einzukehren. Für Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) stellt das Einverständnis der Bayerischen Schlösserverwaltung den besten Beweis einer guten Auswahl dar, wie er im Bauausschuss sagte. Die Vorgeschichte hingegen gefiel Kuchlbauer weniger gut. Dass sich die Ables im Vorfeld mit ihrem Vorhaben an die Öffentlichkeit gewandt hätten, bezeichnete er als „sehr unglücklich“.

Während Gemeinderätin Helga Keller-Zenth (Grüne) die Befürchtung umtrieb, in der Alm im Maximilianhof könnte sich eine Schickimicki-Gastronomie etablieren, sahen das die anderen Ausschussmitglieder aus einem ganz anderen Blickwinkel: Die Gemeinde könne froh sein, „dass sich überhaupt jemand gefunden hat, der den Laden am Laufen hält“, sagte Christine Fichtl-Scholl (SPD). Niemand könne ein Interesse daran haben, dass Ausflügler etwa aus München nicht mehr nach Oberschleißheim kommen. Die Gastronomie am Schloss gilt den Gemeinderäten als wichtiges Standbein, Tourismus in der Gemeinde als Einnamequelle zu erhalten. Die Entscheidung des Bau- und Werkausschusses fiel dann auch einstimmig.

Wie Daniel Able dem Münchner Merkur mitteilte, sind in der Alm drei Räume geplant: Eine kleine Heimat-Stubn, eine große Maximilians-Stubn, ein großer Saal sowie eine Terrasse mit insgesamt etwa 250 Sitzplätzen. Die auf 10 mal 20 Meter angelegte Hütte wird täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet haben. Das Konzept der Erlebnisgastronomie verspricht jeden Tag warme Küche (s. Interview).

Nach Informationen des 23-jährigen Wirts soll die Alm „mindestens“ drei Jahre in Betrieb bleiben. In diesem Sinne hatte der Ausschuss sein Einvernehmen ausdrücklich als Übergangslösung „während der Sanierungsarbeiten“ erteilt. Daniel Able kann sich durchaus vorstellen, Almhütte und Biergarten länger zu betreiben.

Kontakt

Reservierung für Weihnachtsfeiern und Geburtsage ab sofort unter Tel. 089/31 28 86 72; Mail: reservierung@schlosswirtschaft-oberschleissheim.com.

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