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WM-Helfer Stiffel und Eckert sind mittendrin statt nur dabei

- Aschheim/Oberschleißheim - Sie sind die heimlichen Helden hinter den Kulissen der WM 2006: die 15 000 freiwilligen Helfer, von der Fifa "Volunteers" genannt. Marcus Eckert (25) aus Oberschleißheim und Klaus Stiffel (65) aus Aschheim haben sich beim WM-Organisationskomitee (OK) beworben und freuen sich auf ihren Einsatz. "Ihre Aussichten genommen zu werden, sind sehr gut", verrät Simone Seefried vom OK in Frankfurt, die sich die allerbesten Kandidaten aussuchen kann: 47 000 Bewerbungen sind eingegangen.<BR>

<P>Wenn die Arena in Fröttmaning am 9. Juni beim Eröffnungsspiel leuchtet, will Markus Eckert am liebsten mittendrin sein. "Die Stimmung ist bestimmt super." Der fußballbegeisterte Angestellte im Landratsamt Dachau hat eine Jahreskarte beim FC-Bayern und einen Nebenjob in der Arena. Sich als Volunteer zu bewerben, war aber nicht nur eine clevere Idee: "Eintrittskarten zu bekommen, ist schwierig, dachte ich mir." Als er im Bewerbungsgespräch bei der Fifa aber erfuhr, dass die Aussichten, ins Stadion zu kommen, schlecht sind, blieb er trotzdem dabei: "Ich bin bereit, jeden Job zu machen. Dabeisein ist alles", findet der 25-Jährige. "Es ist einfach interessant, mal mitzuerleben, was im Hintergrund abläuft. Hauptsache, ich sitze nicht zu Hause auf dem Sofa."<P>Allein in München werden 1500 Volunteers zum Einsatz kommen. Sie arbeiten als Heinzelmännchen unentgeltlich vor und während der WM: bei der Betreuung der 32 Mannschaften, beim VIP-Service, bei der Medienarbeit und zur Unterstützung der Bereiche Transport, Marketing, Telekommunikation.<P>Atmosphäre schnuppern, Menschen begegnen, Kontakte knüpfen: Als Aktiver wird auch Klaus Stiffel aus Aschheim die Fußball-Wochen erleben. "Ich bin interessiert an Freundschaften mit anderen Völkern", erzählt der 65-Jährige, der sich in seiner Heimatgemeinde für die Partnerschaften mit dem griechischen Leros und dem tschechischen Jedovnice engagiert. In der Bewerbung gab er an, "dass ich viel Zeit habe". Der fünffache Vater lacht. "Ich dachte, das verbessert bestimmt meine Chancen." Auch mit Sprachkenntnissen hat Stiffel gepunktet: "Griechisch, Schwedisch, Englisch - ich spreche ein paar Brocken in allen möglichen Sprachen und kann mich mit Händen und Füßen verständigen." Der selbstständige Parlamentsstenograph hat schon bei den Olympischen Spielen 1972 gearbeitet. Damals trug er einen Bauchladen vor sich her und verkaufte Süßigkeiten. "Wenn die Spiele losgingen, habe ich meinen weißen Kittel ausgezogen, mich auf die Pressetribüne gesetzt und den Bauchladen unter den Sitz geschoben." Diesmal, glaubt Fußballfan Stiffel, "werde ich wahrscheinlich nicht im Stadion, sondern zur Akkreditierung eingeteilt". Aber auch das könnte lustig werden: "Für die Volunteers soll eine Leinwand aufgebaut werden, vielleicht kommt da eine ganz gute Stimmung auf."Charlotte Borst<P>Wer sich als Volunteer bei der WM 2006 ins Spiel bringen möchte, kann sich noch bis Dienstag, 28. Februar, bewerben unter: www.fifaworldcup.com.<P>

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