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Ein Stein des Anstoßes ist die Tiefgarage des Soulmade-Hotels. Unklar ist, ob sie überhaupt benutzt werden darf – wobei die Hotelgäste die kostenpflichtige Anlage sowieso eher selten nutzen.

Wohlfühl-Hotel sorgt für Unbehagen

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Garching - Der Bauausschuss im Stadtrat hat den Betreiber des Soulmade-Hotels am Mühlfeldweg in Garching mit mit dessen nachträglichen Änderungsantrag abblitzen lassen.

Konkret hatte die Firma „Derag Livinghotels“ Dreierlei geplant. Erstens sollten in der Tiefgarage neue Räume für die Kühltechnik gebaut werden, wodurch dort drei Stellplätze weggefallen wären. Zweitens hätte das Hotel gerne 25 Fahrradabstellplätze in die Tiefgarage verlegt. Und drittens sollten neue Fahrradständer an den umliegenden Häusern errichtet werden. 

All dies lehnten die Stadträte im Bauausschuss einstimmig ab. Radständer an den Nachbarhäusern würden den Verdacht nahelegen, dass diese nicht für Hotelgäste, sondern für die Anwohner gedacht seien, begründete die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage. Zudem seien Abstellplätze in der Tiefgarage „nicht gewünscht“. Bei der beantragten Reduzierung der Stellplätze verweist die Verwaltung auf die „ohnehin schon kritische“ Parkplatzsituation am Professor-Angermair-Ring. Und Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) betonte: „Irgendwo ist eine Grenze erreicht. Jetzt sollte man sich an die Vorgaben halten.“ 

Der Rathauschef ist ohnehin nicht gut zu sprechen auf das Hotel, das seine Türen im April geöffnet hat. Zwar sei der Bau eine Verbesserung im Vergleich zu dem verfallenen Ladenzentrum, das zuvor an dieser Stelle jahrelang vor sich hin vegetierte. „Aber im Detail ist es traurig, wie es sich da entwickelt“, sagt Gruchmann. „Ich finde, das Ganze ist parkraumtechnisch eine Mogelpackung.“ Überdies informierte er den Stadtrat, dass die Tiefgarage des Hotels nicht planungskonform gebaut worden sei und daher noch nicht genutzt werden dürfe. „Wenn jemand doch ein Auto ein- oder ausfahren sieht, ist das widerrechtlich.“ Das zuständige Landratsamt widerspricht dieser Aussage jedoch. Zwar habe man bei der Baukontrolle „eine planabweichende Bauausführung beim Rampengebäude zur Tiefgarage festgestellt und den Bauherrn zur Behebung des Mangels aufgefordert“, sagt eine Sprecherin. Aber: „Es gibt keine Nutzungsuntersagung.“

 Vonseiten des Hotels heißt es dazu, dass man selbst – ohne Aufforderung der Behörde – erkannt habe, dass die Einfahrt zur Tiefgarage zu eng gewesen sei. Daraufhin habe man Schranke und Kontaktschleife versetzt, sodass sich der Rangierradius vergroßert. Aber, sagt Ole Kloth vom Soulmade-Hotel: „Die Tiefgarage konnte während der Arbeiten durchgängig genutzt werden.“ 

Egal, welche Version nun stimmt – Fakt ist: Die Tiefgarage des Hotels steht größtenteils leer. Von den rund 180 Stellplätzen, die hier mittels Verschiebepaletten erreicht werden sollen, sind 58 für Hotelgäste vorgesehen; der Rest könne an Anwohner vermietet werden, sagt Kloth. Diese ziehen freilich die kostenlosen Parkplätze an der Straße vor – genauso wie viele Hotelgäste, die für einen Stellplatz in der Tiefgarage fünf Euro pro Nacht bezahlen. „Die öffentlichen Stellplätze dort sind weit überfrachtet“, betonte BfG-Stadtrat Alfons Kraft. Diese Einschätzung kann Ole Kloth indes nicht teilen: „Von einer permanenten Parkplatz-Knappheit kann man hier nicht reden.“

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