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Liegt zum Teil über einer alten Hausmülldeponie: Der Acker an der Taxetstraße.

Standortsuche

Wohnwagen-Stellplatz auf alter Hausmüll-Deponie viel zu teuer

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Kirchheim – Mindestens 467 000 Euro würde ein Abstellplatz für Wohnwagen, Kfz-Anhänger und Wohnmobile an der Taxetstraße in Heimstetten kosten; ohne Zaun, Beleuchtung und Tor. Weil darunter eine alte Hausmülldeponie liegt. Das war dem Bauausschuss zu teuer.

Die Gemeinde sucht jetzt nach Alternativen zu diesem von der SPD beantragten Standort. Denn unstrittig ist die Parksituation in vielen Straßen schwierig, verschärft noch durch Wohnmobile und Anhänger.

Im Auftrag der Gemeinde hat das Hohenbrunner Ingenieur-Büro Schmidt & Potamitis die Kosten für einen Abstellplatz an der Taxetstraße, südlih der S-Bahn, ermittelt. Da der Großteil der Fläche, 2150 Quadratmeter, über einer alten Hausmüll-Deponie liegt, müsste diese versiegelt werden. Für den übrigen Teil von rund 1300 Quadratmetern wird von einer unbefestigten Fläche ausgegangen. Daraus ergeben sich Gesamtkosten von rund 467 000 Euro brutto, einschließlich 15 Prozent für Unvorhergesehenes und 15 Prozent für Planung, Erkundung und Gutachten. Nicht enthalten sind Zaun, Beleuchtung und eine Schranke oder Tor sowie Kosten für eine eventuell notwendige Entsorgung der belasteten Auffüllungen.

Selbst Antragsteller ist entsetzt über Kosten

Josef Dirl (ÖDP) unterstützte den SPD-Antrag ausdrücklich. „Aber was ist denn da so teuer? Wird die ganze Fläche etwa komplett geteert, nur um ein paar Autos abzustellen?“ Auch Frank Holz (CSU) befürwortet einen Abstellplatz. „Doch diese Kosten liegen so weit daneben, das können wir ja niemals erwirtschaften!“ Auch Antragsteller Prohaska war erschrocken über die Kostenschätzung. „Wir wollen da weder einen Campingplatz noch einen geteerten Parkplatz, nur einfach die Möglichkeit, seine Gefährte abzustellen – doch eine halbe Million ist wirklich viel zu viel.“ Er schlug vor, über eine Anzeige im Ortsblatt den Bedarf und das Interesse zu ermitteln. „Nicht dass wir einen riesen Platz teeren, und da stehen dann vier Wohnwagen und zwei Wohnmobile.“

Bürgermeister schlägt Standortsuche vor

Für Susanne Merten-Wente (Grüne) sind die Kosten völlig indiskutabel. „Zudem lehne ich die Versiegelung so einer großen Fläche ab, starten wir doch einfach mit dem Teil des Ackers, der nicht über der Deponie liegt und wo nur befestigt wird.“ Franz Glasl (CSU) gab zu bedenken, dass aktuell viele Wohnwagen und –mobile im Winter bei Landwirten untergestellt sind. „Im Sommer fahren die ja damit, das sollten wir erst mal prüfen, wer dort wann stehen würde und was er bereit wäre zu bezahlen.“ Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) schlug vor, dass sich die Verwaltung erst um diese Fakten sowie Alternativstandorte kümmert. „Zudem ist es für unsere Gewerbegebiet, für das wir ja werben, nicht gerade imagefördernd, wenn S-Bahn-Fahgäste einen riesen Wohnmobil-Abstellplatz sehen." 

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