Wolfgang Frank setzt auf Geduld: "Aufgeben kommt nicht in Frage!"

- Trainer weiß vor Osnabrück-Spiel um die Gesetze der Branche

VON CHRISTIAN AMBERG Unterhaching - Ein Topspiel wird das Aufeinandertreffen der SpVgg Unterhaching mit dem VfL Osnabrück am Sonntag mit Sicherheit nicht, das ist schon klar. Es treffen im Sportpark zwei der drei schwächsten Rückrunden-Teams aufeinander. Unterhaching liegt in der Rückrunden-Tabelle seit dem 0:3 in Nürnberg mit neun Punkten auf Platz 16 und hat mit fünf Treffern in neun Spielen auch die mit Abstand schlechteste Torausbeute. Auf dem 17. Platz rangiert Osnabrück mit sieben Punkten (acht Tore), nur Greuther Fürth ist wegen der ungünstigeren Tordifferenz im Klassement seit Januar noch schlechter platziert.

Alles andere als ein Heimsieg steht gegen den aktuellen Tabellen-Letzten für die SpVgg nicht zur Debatte. Nicht nur Trainer Wolfgang Frank kommt andernfalls in die Schusslinie, auch der Sturz auf einen Abstiegsplatz wäre wohl die Folge. "Kühlen Kopf bewahren und nicht im Affekt handeln", hat Manager Norbert Hartmann sich zwar als Motto zu eigen gemacht, er fordert aber unmissverständlich eine Trendwende: "Der Mannschaft muss wieder Selbstvertrauen eingeimpft werden, das kommt aber nicht durch den Briefkasten geflogen." Eine klare Ansage an den Coach. Außerdem ist nun Ellbogen-Mentalität gefordert: "Einige wollen auf hohem Niveau spielen, das ist im Abstiegskampf aber keine so gute Methode. Wir müssen den Gegnern zu Hause endlich wieder Respekt einflößen. In der Zweiten Liga ist Heimstärke enorm wichtig, das sieht man überall."

Trainer Frank sucht derweil wieder einmal nach Wegen aus der Krise: "Meine Methoden werde ich nicht ändern", so der Coach gestern, "die Frage ist, ob die Spieler es auch umsetzen. Bei einigen, das muss man zugeben, ist es uns nicht gelungen, die Kraft entsprechend zu bündeln." Sorgen um seinen Arbeitsplatz macht er sich indes keine: "Ich habe keine Angst und aufgeben kommt für mich überhaupt nicht in Frage." Sehr wohl spuken die Gesetze des Fußballs aber auch ihm im Kopf herum: "Die Mechanismen sind überall die gleichen, auch in Unterhaching. Diese Entscheidungen kann ich aber nicht beeinflussen. Die Frage ist, wie viel Geduld der Klub hat."

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