Zahl der Arbeitslosen nur leicht gestiegen

Landkreis - Der Münchner Arbeitsmarkt zeigt sich im Vergleich mit anderen Regionen weiterhin widerstandsfähig. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Landkreis nur leicht.

In den Gemeinden des Landkreises waren im Februar 5453 Menschen ohne Beschäftigung, das sind 146 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit leicht auf 3,5 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent). Im Vergleich zum Februar 2008 verzeichnet die Agentur eine Zunahme um 454 Personen. Damals lag die Quote bei 3,2 Prozent.

Noch vermag das aktuell vorhandene Angebot von rund 10 700 offenen Stellen bei der Münchner Agentur für Arbeit vieles aufzufangen. Doch Agenturchef Bernd Becking berichtet, dass im Februar mit 14 335 Personen wesentlich mehr Menschen arbeitslos geworden seien als im Januar. Das sei aber durch die hohe Zahl an Menschen, die wieder eine Beschäftigung gefunden hätten (13 535 Personen), ausgeglichen worden. „Aufgrund seiner Branchenvielfalt zeigt sich der Münchner Arbeitsmarkt im Vergleich zu anderen Regionen weiter widerstandsfähig“, so Becking.

Allerdings ist die Zahl gemeldeter Stellen rückläufig. Seit Jahresbeginn sind der Agentur 6848 offene Stellen gemeldet worden. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr sind das 21 Prozent oder 1812 Stellen weniger. Den größten Stellenbestand bietet mit 7270 der 10 700 Stellen die Dienstleistungsbranche. Auch der Erziehernotstand wird deutlich: 770 offene Stellen sind aktuell registriert.

Von den 58 219 Menschen, ohne Arbeit sind fast die Hälfte Menschen, die Arbeitslosengeld I beziehen (29 018 Personen). 29 201 sind Langzeitarbeitslose.

Als Barometer wertet Becking die rasch steigende Kurzarbeit: Im Dezember 2008 waren es noch knapp 1000 Menschen, im Januar 2009 bereits mehr als 6500, im Februar sind bereits 18 375 Menschen für Kurzarbeit gemeldet. Das zeige, dass „die konjunkturelle Entwicklung Wirkung“ zeige. Dazu kämen viele Unternehmen, die bereits Kurzarbeit angezeigt hätten. Diese Firmen, so Becking, handelten „weitsichtig“, weil sie ihr Personal in Beschäftigung hielten und „damit an die Zeit nach der Krise“ dächten.

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