Zahl der Krippenplätze steigt deutlich an

- VON SASCHA BERNHARDT Grünwald - Es tut sich was in der Grünwalder Kinderwelt: Mit dem neuen Schuljahr wird die Zahl der Krippenplätze von jetzt 18 auf künftig 46 steigen. Entsprechende Weichen stellte der Gemeinderat, als er sich in der jüngsten Sitzung für die Unterstützung verschiedener Projekte aussprach. Das freilich hat seinen Preis: Die Kommune rechnet mit einer jährlichen Belastung von rund 97 500 Euro.<BR>

<P>Zwei Einrichtungen gehen im September an den Start: Die private, eingruppige Kinderkrippe "Raabennest", die Platz für zehn Kinder bietet, sowie die Kinderkrippe "Die kleinen Strolche" mit zwölf Plätzen. Sie geht aus dem bisherigen "Netz für Kinder" hervor, das laut Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) in seiner jetzigen Organisationsform ausläuft. An seine Stelle tritt neben der Krippe ein eingruppiger Kindergarten mit 25 Plätzen.<P>In seiner Sitzung beschloss nun der Gemeinderat, für den Kindergarten "Die kleinen Strolche" die Aufnahme in den staatlichen Kindergartenförderplan zu beantragen. Die Krippe soll wie auch das "Raabennest" in den Genuss des Kinderkrippenförderplans kommen. Der Gemeinderat erklärte sich damit bereit, beide Projeke zu unterstützen: So übernimmt die Gemeinde mit 21 900 Euro die Hälfte des jährlichen Förderzuschusses für das "Raabennest". Zusätzlich werden laut Beschluss zwei Drittel der für den Umbau anfallenden Kosten übernommen. Das sind rund 26 800 Euro. Bei den "Kleinen Strolchen" kommt die Gemeinde für die Personalkosten bis zu einer Höhe von 28 500 Euro und die nicht gedeckten Betriebskosten bis zu einer Höhe von 6800 Euro auf.<P>Eigentlich sollten in der Sitzung auch die "Bavaria Kobolde" behandelt werden. Doch Neusiedl berichtete, dass der Verein auf Probleme bei der Förderung hingewiesen habe. Daher wurde der Punkt von der Tagesordnung gestrichen. "Wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, kommt die Sache in den Verwaltungsausschuss", sagte der Bürgermeister. Die "Kobolde" hatten eine Aufnahme in den Förderplan für ihre neue, zusätzliche Kinderkrippe beantragt. Außerdem will der Kindergarten ein Nebengebäude für seine Kindergartengruppen nutzbar machen.<P>Nachfrage ist stetig gestiegen <P>Die Gemeinderatsmitglieder begrüßten die wachsende Zahl der Krippenplätze. Schließlich sei die Nachfrage in der Gemeinde laut Verwaltung stetig gestiegen. Das Angebot hat allerdings seinen Preis: So will das "Raabennest" monatliche Beiträge zwischen 380 und 440 Euro verlangen. Die Beteiligung der Gemeinde soll bei 310 Euro liegen.<P>

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