Vertreterin der klassischen Zauberkunststücke: Gudrun Hartmeier nutzt Tücher und Blumen. Foto: Brouczek

Zaubershow: Stürmischer Beifall für undurchsichtige Tricks

Neubiberg - Da ordnen sich Würfel so, wie der Zauberer es will. Rote Bälle escheinen hinter den Ohren der Zuschauer und Seidentücher lösen sich in Luft auf. Manipulation, Geschick oder doch Zauberei? Fünf Absolventen der Zauberakademie Pullach zeigten in Neubiberg ihr Können. Drei Männer und zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Jeder zeigte Magie auf seine Weise.

Jürgen March, alias „Oli“, ein Spezialist der Mentalmagie. Er zieht aus seinem Mund eine Spielkarte, die sich eine Zuschauerin nur gedacht hatte. Es ist das Herz Ass. Er lässt eine Zeitung zerschneiden und der übriggebliebene Text ergibt, wenn man die Buchstaben umstellt, das Motto „Ein magischer Abend“. Vor allem aber ist er ein Meister des Geschichtenerzählens.

Mit seiner Stimme schafft er eine besondere Atmosphäre, die den Zuschauer in seinen Bann zieht und nebenbei noch Platz für eine verblüffende Zauberei lässt.

Als Vertreterin der klassischen Tricks präsentierte sich Gudrun Hartmeier: Sie verpackt als „Fremdenführerin“ ihre Zaubereien in eine Erzählung über die Geschichte Münchens, lässt Blumen neben dem Bild Ludwigs II. erscheinen und Bier aus einem Buch über Münchens Brauereien in das Glas sprudeln.

Woran erkennt man einen Zauberer? Er ist der einzige Mann, der eine Seidentuchsammlung hat, führte die als kernige bayerische „Putzfrau“ verkleidete Roswitha Ernst-Mayer aus. Sie sorgte mit beachtlichem schauspielerischem Talent als Conferencier für die Überleitungen zwischen den einzelnen Nummern.

So auch zu Magier „Tommaso“ Laurenti, der mit charmantem italienischem Akzent Kartentricks vorführte. Vor allem aber verblüffte er durch seinen Würfeltrick. Immer wieder ordneten sich die Würfel genau so, wie beim Stapel mit den Vergleichswürfel.

Für stürmischen Beifall sorgte Frederic Schwedler. Mit 15 Jahren ist er der Jüngste aus der Zauberzunft. Er führte seine verblüffende Geschicklichkeit beim Hervorzaubern und Verschwinden lassen von Karten und Tischtennisbällen vor. Zu fetziger Musik waren seine Handbewegungen kaum zu erkennen.

Ihren großen Auftritt hatte „Putzfrau“ Roswitha Ernst-Mayer zum Schluss, als sie den Zehn-Euro-Schein eines Zuschauers verschwinden ließ. Zur Erleichterung des Leihgebers fand dieser sich auf magische Weise in einer Zitrone wieder. Für die 150 Zuschauer im vollbesetzten Haus für Weiterbildung in Neubiberg war dieser Abend auf alle Fälle ein wirklich magischer.

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