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Zehenbruch: Schwaacks Leichtsinn bringt Paduretu auf die Palme

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- TSV Unterhaching muss in Markranstädt auch auf Pyrhönen verzichten

VON UMBERTO SAVIGNANO Unterhaching - Hinterher war auch Patrick Schwaack schlauer. Nachdem dem Volleyballer des TSV Unterhaching im Training eine Aktion missglückt war, wollte er den zurückkommenden Ball mit dem linken Fuß aus dem Feld kicken und traf dabei den Ballkasten. Das Resultat: Zehenbruch, vier Wochen Pause. "Das war dumm", gestand der 22-Jährige. Zum Auswärtsspiel beim VC Markranstädt am Samstag (19.30 Uhr) müssen die Hachinger damit ohne zwei Stammspieler antreten, denn Diagonalspieler Mika Pyrhönen ist beim finnischen Nationalteam.

Trainer Mihai Paduretu war richtig sauer auf Schwaack: "Die ganze Mannschaft, ja die ganze Abteilung leidet wegen so einer Dummheit." Schwaack zeigte sich einsichtig: "Klar ist er sauer, aber der Betroffene bin ja ich selber." Der Außenangreifer will versuchen, so schnell wie möglich wieder fit zu werden. "Ich werde jetzt auf jeden Fall verstärkt Krafttraining machen, damit ich wenigstens in diesem Bereich keinen Rückstand gegenüber den anderen habe."

Für das Match beim Aufsteiger aus der Nähe Leipzigs bringt der Ausfall der beiden Stammspieler massive Probleme mit sich. "Das ist wirklich ein ungünstiger Zeitpunkt für diese Verletzung. Wir haben jetzt keine Ersatzspieler mehr", so Paduretu, der damit wenig Möglichkeiten hat einzugreifen, falls es nicht läuft: "Wenn einer schlecht spielt, kann ich nicht wechseln. Ich kann mich nur auf die Bank setzen und ein Beruhigungsmittel nehmen."

Bleibt die Hoffnung, dass alle gut spielen, so wie zuletzt beim 1:3 gegen Meister SCC Berlin. Da kam Schwaack nur zu Beginn zum Zug, ehe er durch Björn Matthes ersetzt wurde, der eine starke Leistung bot. Auch Johannes Liegsalz, der Pyrhönen ersetzen soll, wusste in der Vergangenheit zu gefallen. Allerdings stellte der finnische Stamm-Angreifer im ersten Spiel zur Vorqualifikation für Olympia 2004 beim 3:2 gegen Lettland seine aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis. "Er kam im vierten Satz beim Stand von 2:1 für Lettland und hat danach sehr gut gespielt", berichtet Paduretu.

Auf so einen Mann zu verzichten fällt schwer, zumal dem Spiel in Markranstädt enorme Bedeutung zukommt. "Ein Sieg wäre Gold wert", so Paduretu. Danach könnte sein Team nämlich den Sprung unter die ersten sechs nach der Qualifikationsrunde wieder aus eigener Kraft schaffen.

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