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Zeltstadt im Hinterkopf

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Unterschleißheim - Für Flüchtlinge braucht das Landratsamt vielleicht einen Plan B

Landkreis - Der nicht abreißende Flüchtlingsstrom zwingt das Münchner Landratsamt, mit Zeltstädten zu planen. Als womöglich erster Standort gilt der Volksfestplatz in Unterschleißheim. In einer Info-Veranstaltung in Oberschleißheim hat Landrat Christoph Göbel (CSU) angekündigt, dass der Volksfestplatz in Unterschleißheim als Notreserve in Beschlag genommen werden könnte.

Kurzfristig könnten vom Technischen Hilfswerk oder dem Roten Kreuz vier bis fünf 20-Mann-Zelte errichtet werden. Eine Unterkunft dieser Art wäre aber maximal für wenige Wochen geeignet, erläuterte Göbel dem Münchner Merkur. „Das ist allenfalls eine Schlafgelegenheit“, sagte Göbel weiter: „Mit Wohnen oder gar Integration hat das nichts zu tun.“

„Alles ist besser als ein Zelt“, hieß es aus dem Landratsamt, als über die geplanten Traglufthallen diskutiert wurde. Die Unterbringung in witterungsanfälligen Zelten hingegen galt der Kreisbehörde lange als Ultima Ratio. Inzwischen sieht sich Landrat Göbel wohl gezwungen, einen Standort für eine Zeltstadt zumindest in der Hinterhand zu halten.

Der Landrat will vermeiden, weitere Turnhallen zu requirieren - wie in Pullach, Haar, Planegg oder Unterschleißheim. Ein Weg, den Göbel nur ungern einschlägt: „Dadurch konterkarieren wir die Integrationsbedingungen vor Ort.“ Sport und Vereine würden als wichtige Säulen der Helferkreise dienen. an

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