Die Ehrenurkunde freut Elisabeth Ziegler. Dank kommt von (v.l.) Peter Lemmen, Klaus Hornung, Florian Spirkl, Andreas C. Hofmann, Karin Schulze und Brigitte Scholle. foto: michalek

Ziegler ist Ehrenvorsitzende der SPD

Oberschleißheim - Mit „Elisabeth II“, einem in lachsrosa blühenden Rosenstock, hat die Oberschleißheimer SPD ihre nahezu zwei Jahrzehnte amtierende Bürgermeisterin auf originelle Weise würdig verabschiedet. Nach 18 Jahren verlässt Elisabeth Ziegler das Rathaus als Ehrenvorsitzende der SPD.

In der mit Sekt und einem Büffet feierlich umrahmten Veranstaltung kamen Zieglers langjährige Begleiter nicht zu kurz. Ausdrücklich bedankte sich die neue Alt-Bürgermeisterin bei Erich Elsner. Auf Grundlage eines vertrauensvollen Verhältnisses habe Elsner sie nicht nur in Abwesenheit als Zweiter Bürgermeister hervorragend vertreten. Einen Gutteil der vorbereitenden Arbeit, ohne die der Gemeinderat zu keinen Beschlüssen fände, habe sie mit seiner Unterstützung bewältigt. Aufgaben im Übrigen, die in der Öffentlichkeit kaum Wellen schlagen, wie Ziegler anmerkte. In dem Zusammenhang dankte die SPD auch den ausgeschiedenen Gemeinderäten Anke Schuster, Sebastian Riedelbauch und Karsten Scholle.

Die bis zu zwei Meter in die Höhe schießende, mit internationalen Auszeichnungen überhäufte und 1978 zur Weltrose gewählte Edelrose „Elisabeth II“ war nicht das einzige Präsent für Ziegler. Neben der Urkunde, mit der sie im Bürgerhaus offiziell zur Ehrenvorsitzenden der Schleißheimer SPD gekürt wurde, überreichten die Genossen eine Einladung zum Konzert des BR-Symphonieorchesters für sie und Ehemann Siegfried. „Da machen wir einen richtigen Event draus“, sagte Vorstandsmitglied Peter Lemmen, der möglichst mit der ganzen Mannschaft anrücken möchte.

Gemeinderat Lemmen, der die SPD acht Jahre führte, die Fraktion sogar neun, zählt selbst zu den Weggefährten Zieglers. Gemeinsam mit dem neuen SPD-Chef Andreas Hofmann erinnerten sie an Wegmarken, wie die Sanierung der Sonnenstraße mit vorausgehendem Bodenaustausch sowie dem barrierefreien Bahnhofsausbau. Mit der „neuen Ortsmitte“ lief unter Ziegler ein Programm an, das wohl immer mit ihrem Namen verbunden sein wird.

An die 80er Jahre, da die SPD weit von ihrem gegenwärtigen Status als noch immer stärkste Fraktion im Gemeinderat entfernt war, dachte Karin Schulze zurück. Der Weg ins Rathaus, an den damals kaum jemand geglaubt hätte, sei ein schwerer für Ziegler gewesen.

Die Zukunft dagegen erscheint in rosigerem Licht. Im neuen Fraktionssprecher Florian Spirkl (31) habe man einen Mann für künftige Zeiten behutsam aufgebaut, so Lemmen. Auch wenn bei den Wahlen um Zieglers Nachfolge unterlegen, könne Spirkl in sechs Jahren mit ein paar Falten mehr im Gesicht und dem Charme der Erfahrung die Wähler überzeugen.

(Andreas Sachse)

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