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Stichwort Menschenwürde: Stefan Weinzierl zeigt am Beispiel von Micha el Schumacher, wroauf seriöse Medien am besten verzichten. 

Wie erkennt man Fake News?

Zum Schülermedientag besucht Münchner Merkur Mittelschule

Ihr Wissen über das Weltgeschehen haben die Schüler der 8a und 8b der Mittelschule Taufkirchen meist aus dem Internet. Mit Zeitung können wenige etwas anfangen. Auch Radio wird, wenn überhaupt, nur während der Autofahrt gehört. Ein Pressebild von Prinz William, der scheinbar gerade seinen Fans den Mittelfinger zeigt, weckt dann aber doch ihr Interesse.

Taufkirchen – Mitgebracht hat das Foto Stefan Weinzierl. Der Merkur-Redakteur besucht im Rahmen des Schülermedientags die Klassen und zeigt den Schülern anhand von Beispielen, wie man seriöse Berichterstattung von Fake News unterscheiden kann. Bestes Beispiel das Foto von Prinz William: Aus einer anderen Perspektive erkennt man, dass er nur drei Finger hochhebt, um die Geburt seines dritten Kindes zu signalisieren.

In der heutigen Zeit in der Facebook, Twitter, Instagram und Co. zum Alltag gehören, sind irreführende Bilder wie das Mittelfingerbild keine Seltenheit. Keiner kontrolliert, wer was wo ins Internet stellt. Es gibt keine Garantie mehr, dafür ob die verbreiteten Nachrichten der Wahrheit entsprechen. Das führt dazu, dass große Teile der Bevölkerung an der Glaubwürdigkeit der Medien zweifeln. Der Schülermedientag, ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung, soll jungen Leute dabei helfen, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten besser zu überprüfen zu können. Zum Beispiel durch kritisches Nachfragen: Wer hat warum und wann darüber berichtet? Was ist die Ursprungsquelle? Gibt es ein Impressum? Seriöse Medienhäuser und deren Journalisten folgen dem Pressekodex. „Das sind Regeln, die Redakteure einhalten müssen“, sagt Stefan Weinzierl.

Menschenwürde wichtigstes Kriterium

An erster Stelle steht die Achtung der Menschenwürde, die oft von unseriösen Medien missachtet wird. Ein konkretes Beispiel ist der Fall Michael Schumacher: Seitdem der Ex-Rennfahrer einen Skiunfall hatte und ins Koma fiel, findet man viele Internetartikel, die über seinen Gesundheitszustand spekulieren oder sogar Falschinformationen veröffentlichen.

Kritisch zu betrachten sind, nach Ansicht des Merkur-Redakteurs, auch Internetstars wie DagiBee. Sie nutzen Socialmedia-Plattformen wie Youtube und verbinden dort Werbung mit Inhalten. Für die Jugendlichen ist es so schwierig, zu unterscheiden, was Information und was Reklame ist.

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