Zurück auf dem Boden der Tatsachen

- Taufkirchen verliert Spitzenspiel gegen Brannenburg

VON ROBERT GASSER Taufkirchen - Die Enttäuschung stand den Spielern ins Gesicht geschrieben. Sieben Spiele in Folge hatten sie für sich entschieden, weshalb sie mit enormem Selbstbewusstsein ins Spitzenspiel gegen Tabellenführer TSV Brannenburg gingen. Doch die Gäste zeigten den Taufkirchnern die Grenzen auf und gewannen 26:18.

In den ersten Spielminuten gestalteten beide Mannschaften das Spielgeschehen bis zum Stand von 3:3 ausgeglichen. Taufkirchen verpasste es dabei jedoch, aus drei frühen Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. Im Gegenteil, die cleveren Brannenburger traf sogar in Unterzahl und zogen auf 6:3 davon. Erst beim Stand von 5:9 wachten die Taufkirchner auf und kämpften sich zurück ins Spiel. Die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte dabei allerdings die durchaus mögliche Führung der Hausherren: So scheiterte Alex Neubauer zweimal im Gegenstoß, Benjamin Wächter und Peter Hoffmann vergaben je einen Siebenmeter. Chancen, die man gegen den Tabellenführer nutzen muss, will man eine echte Chance haben.

Kurz vor der Pause verkürzte Orkun Özgürgil zwar auf 10:11, doch im direkten Gegenzug erzielten die Gäste den 10:12-Pausenstand.

Der zweite Durchgang begann dann ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Binnen weniger Minuten glichen die Spieler von Trainer Armin Putzke zum 12:12 aus, und das Spiel drohte zu kippen. Brannenburg gab jedoch mit drei Toren in Folge eine imposante Antwort auf das Aufbegehren der Gastgeber. Taufkirchen kam noch einmal bis auf 15:16 heran, dann allerdings kam es zu einer Szene, die sich als sinnbildlich für das gesamte Spiel erwies: Peter Hoffmanns Wurf sprang vom rechten an den linken Torpfosten und von dort ins Seitenaus. Im Gegenzug trifft Brannenburg den Pfosten; von dort prallt der Ball an Torwart Benjamin Kobolds Rücken und dann ins Tor. In der Folgezeit agierten die Taufkircher sichtlich frustriert: viel zu kurze Angriffe und überhastete Aktionen wechselten sich mit unglücklichen Aktionen ab. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Alex Neubauer am Sprunggelenk. Ganz anders lief es bei den Gästen. Es klappte nahezu alles: Kreisanspiele, Würfe aus der zweiten Reihe. So zog der TSV im Handumdrehen mit einem 7:1-Zwischenspurt auf 23:16 davon, womit das Spiel gelaufen war.

Am Sonntag, 30. November, treten die Taufkirchner zum Derby beim TSV Unterhaching II an. Spielbeginn ist um 16.30 Uhr.

SV-DJK Taufkirchen: Kobold; Stolzenberger, Wächter (4), Neubauer (3), Özgürgil (3), Hoffmann, Schwirkmann (3), Siegmund (2), Hoffmann (3/1), Haramija

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