Zweigstelle der Bayernkaserne

500 zusätzliche Asylbewerber ziehen nach Unterhaching

Unterhaching – Im ersten Quartal 2016 wird die Gemeinde Unterhaching weitere 500 Flüchtlinge aufnehmen. Wie Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) im Gemeinderat bekanntgab, entsteht in Unterhaching eine Zweigstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Bayernkaserne in München.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Traglufthalle an der Biberger Straße, in der schon rund 300 Asylbewerber untergebracht sind, wird schnellstmöglich das inzwischen leerstehende Gebäude, das früher vom Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr genutzt wurde, renoviert. In diesem sogenannten Johannishaus sollen 150 Asylbewerber leben.

Für weitere 300 Kriegsflüchtlinge werden südlich davon, auf Höhe der Ampel beim Sportpark, Container aufgestellt. Die Regierung von Oberbayern lässt prüfen, ob nahe der Ampel ein zweiter Zugang zu dem Areal möglich wäre. 

Vom Procedere her läuft es so, dass die Asylbewerber zunächst in München registriert, medizinisch untersucht und anschließend mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Unterhaching transportiert werden. Panzer hat die Zusage erhalten, dass der Aufenthalt sechs Monate nicht übersteigen wird. Für Kinder existiert keine Schulpflicht, wohl aber sollen freiwillige Deutschkurse organisiert werden.

Für die 500 neuen Asylbewerber besteht eine Residenzpflicht im Landkreis München; die melderechtlichen Fragen werden aktuell noch geklärt. Statt Taschengeld sollen die Asylbewerber vorrangig Sachleistungen erhalten. 

Die Fertigstellung und Belegung der zusätzlichen Unterkünfte ist fürs erste Quartal 2016 vorgesehen, was Panzer als „sportlichen Zeitplan“ bezeichnet. Landrat Christoph Göbel (CSU) habe ihm zudem signalisiert, dass dies eventuell noch nicht das Ende sei. Panzer: „Es ist viel im Fluss. Der Landrat hat mir mitgeteilt, dass vielleicht nochmal etwas dazukommt.“ Wo und in welcher Form, das sei derzeit aber offen.mbe

Rubriklistenbild: © Ruder/Archiv

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