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Ausbau der A 92: Geplant ist ein elf Kilometer langes, sechsspuriges Teilstück zwischen den Kreuzen Feldmoching und Neufahrn (rot markiert).

Zusätzliche Fahrstreifen sollen Verkehrsbelastung entschärfen

Landkreis - Der Verkehr auf den Autobahnen im nördlichen Landkreis nimmt zu. Dadurch steigt für die Städte und Gemeinden entlang der A 92 und A 99 die Stau- und Lärmbelastung - vor allem zu den Stoß- und Urlaubszeiten.

Die Autobahndirektion Südbayern will den Belastungen für die Menschen entgegenwirken und hat mit den Planungen für einen Ausbau beider Autobahnen begonnen. Weil aber das Geld fehlt, wird das Umsetzen der Pläne einige Jahre dauern. „Die Perspektivlosigkeit dieser Projekte hat nichts mit der Notwendigkeit zu tun“, sagte Wolfgang Wüst, Abteilungsleiter „Planung und Bau“.

An Werktagen fahren auf der sechsspurigen A 99 zwischen dem Autobahnkreuz München Nord und der Anschlussstelle Haar bereits heute bis zu 140 000 Fahrzeuge pro Tag. Bis zum Jahr 2020 wird die durchschnittliche Belastung auf dem östlichen Autobahnring München auf rund 170 000 Fahrzeuge pro Tag anwachsen, haben Experten ausgerechnet.

Bisher ist der Seitenstreifen so umgebaut, dass er bei hohhem Aufkommen für den Verkehr freigegeben werden kann. Das ist allerdings „keine dauerhafte Lösung und hilft nur für den Übergang“, sagte Wüst. Daher plant die Autobahndirektion einen achtspurigen Ausbau der A 99 auf insgesamt 18,6 Kilometern.

Auch auf der A 92 nimt der Verkehr stetig zu. Das vierspurige Teilstück zwischen den Autobahnkreuzen Feldmoching und Neufahrn durchfahren täglich knapp 60 000 Fahrzeuge - für das Jahr 2020 werden bis zu 90 000 prognostiziert. Um Abhilfe zu schaffen, plant die Autobahndirektion einen elf Kilometer langen Ausbau auf sechs Fahrspuren.

Was eine schnelle Umsetzung angeht, stehen die beiden Projekte allerdings in Konkurrenz miteinander. Und die geplanten Steuersenkungen der Bundesregierung würden die Finanzierung noch schwieriger machen, sagt Wüst. Trotzdem sollen die beiden Projekte im Münchner Norden in naher Zukunft angegangen werden. Dank der Ausbauten entstünden zum einen weniger Verkehrsstaus, zum anderen würde der Lärmschutz verbessert. Denn um die Lärmgrenzwerte einzuhalten, müssten an der A 99 die vorhandenen Lärmschutzanlagen ergänzt und Mauern künftig bis zu zwölf Meter hoch sein. Entlang der A 92 solle ein neues Schallschutzkonzept erarbeitet werden, das Schutzwände in Höhe von bis zu zehn Metern vorsehe, sagte Wüst. ang

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