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Zusage für zehn Jahre: 100 Flüchtlinge ziehen an die Bauhofstraße

Unterföhring - Unterföhring beherbergt derzeit 15 Asylbewerber in gemeindeeigenen Wohnungen. Eine Unterkunft für 100 Flüchtlinge soll im Norden der Gemeinde in der Bauhofstraße entstehen.

Hier, am Mittleren Isarkanal in der Nähe des Umspannwerks, besitzt der Unterschleißheimer Projektentwickler „HWZ Projekte GmbH“ große Flächen im Außenbereich und will darauf 2015 eine Wohnanlage für Flüchtlinge errichten. Ursprünglich wollte die Firma, die Unterschleißheims Altbürgermeister Rolf Zeitler berät und die sein Sohn Thomas Zeitler als einer von drei Geschäftsführern leitet, eine mobile Wohnanlage aufstellen. Den Containern hatte im Dezember 2013 der Unterföhringer Gemeinderat für maximal fünf Jahre zugestimmt.

Nun ändern sich die Pläne: Nach Gesprächen mit der Regierung von Oberbayern und dem Landratsamt haben die Projektentwickler bei der Gemeinde vorgefühlt, ob sie die Unterkunft in Modulbauweise - dann aber mit einer Laufzeit von zehn Jahren - realisieren könnten.

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) sieht darin einige Vorteile: „Wir haben die Modulbauweise in Unterföhring zu Genüge ausprobiert, zum Beispiel beim Kindergarten III“, sagte er. „Wir wissen, dass sie schön aussehen kann und humanitärer ist.“ Module könne man besser in die Umgebung eingliedern als „eine Containerburg auf der grünen Wiese“. Man sollte dann auch Familienbereiche einplanen und so darauf einwirken, dass bei der Zuweisung der Asylbewerber bevorzugt Familien nach Unterföhring geschickt werden.

Privater Investor

baut in Außenbereich

Die Regierung von Oberbayern finanziert Module nur bei einer längeren Laufzeit: „Sie rechnen sich erst ab zehn Jahren“, erläuterte Kemmelmeyer. Einer Verlängerung von fünf auf zehn Jahre stimmte der Gemeinderat in der Sitzung einstimmig zu, allerdings unter einigen Bedingungen: Die Betreuung der Kinder bis sechs Jahre kann nicht allein von der Gemeinde in ihren bestehenden Einrichtungen geleistet werden. In der Unterkunft müssen ausreichend Betreuungsräume zur Verfügung gestellt werden. Notwendige Belange der Nachbarn muss der Investor berücksichtigen, umsetzen und finanzieren.

Landratsamt kann

Räume besetzen

„Es wäre begrüßenswert, wenn die Kinder nicht separat betreut würden, sondern unter die Unterföhringer Kinder kommen würden“, sagte SPD-Sprecherin Jutta Schödl. Auf Anfrage von Thomas Weingärtner (SPD) erklärte Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger, dass die Genehmigung durch Gemeinde und Landratsamt schnell erfolgen könne und die Öffentlichkeit einbezogen werde.

Von einem Bürgermeistertreffen im Landratsamt berichtete Kemmelmeyer: „Es gibt noch weiße Flecken. Einige Landkreiskommunen haben noch immer keine Unterkünfte bereitgestellt.“ Von den Notfallplänen des Landratsamtes berichtete er: „Innerhalb von zwei Stunden kann das Landratsamt Räume in den Kommunen besetzen.“ Die nötige Ausstattung würde in Haar lagern. Von solch einer Beschlagnahmung werde Unterföhring aber wohl verschont bleiben. Denn dank der Initiative des Projektentwicklers ist in Unterföhring eine Lösung in Arbeit. icb

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