Zusatzspur für Kreisel soll Verkehr entzerren

Unterföhring - Dass Stau zum Berufsalltag in Unterföhring gehört, will die Gemeinde nicht hinnehmen. Der Bauausschuss möchte die Zufahrt ins Gewerbegebiet mit einer zusätzlichen Spur an den beiden Kreiseln Dieselstraße/M3 und Dieselstraße/Beta-Straße entlasten.

Diese Empfehlung ist das Ergebnis von Verkehrszählungen im Gewerbegebiet östlich der S-Bahn, die die Gemeinde durchführen ließ. Alle Zu- und Abfahrtsbeziehungen wurden am Kreisverkehr M3/ Dieselstraße am 25. Juni 2014 mit einer 24-Stunden-Verkehrszählung untersucht. Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung sind: Die M3 ist südlich des Kreisverkehrs mit 17 150 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden belastet, nördlich davon mit 16 350. Die Dieselstraße wird zwischen beiden Kreiseln mit 14 300 Kraftfahrzeugen befahren, allerdings sind davon 9000 nur Durchfahrer auf dem Weg zur M3.

Im morgendlichen Berufsverkehr kann der Verkehr Richtung Westen nicht abfließen, weil es beim Einfädeln von zwei Spuren auf eine Spur zu Rückstaus kommt. Um die Zufahrt ins Gewerbegebiet zu verbessern, schlagen die Verkehrsexperten als eine erste Maßnahme den Bau einer zusätzlichen Spur im Kreisel M3/ Dieselstraße und im nachfolgenden Kreisel Dieselstraße/Beta-Straße vor.

Diese Maßnahme fand allgemeine Zustimmung im Ausschuss. Durch die Verbreiterung der Kreisel würde der Verkehr schneller werden, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU). Sie sei „gut und zügig umsetzbar“. In der Diskussion regte der Bauausschuss eine weitere Zusatzspur am Kreisel M3/Dieselstraße an, die geradeaus Richtung Aschheim führen soll.

Der Bürgermeister kündigte an, dass weitere Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung demnächst folgen würden. Thomas Weingärtner (SPD) hält es für sinnvoll,, den Verkehr schon früher zur Beta-Straße abzulenken, denn der „eigentliche Flaschenhals“ sei der Kreisel Dieselstraße/Beta-Straße. Auch Manfred Axenbeck (CSU) ist für weitere Ansätze: „Es muss ja erlaubt sein, über einen zweiten Weg zur Erschließung des Gewerbegebietes nachzudenken.“ Zurückhaltung forderte Dritter Bürgermeister Johann Zehetmair (PWU): „Ich sehe die Notwendigkeit nicht, immer weiter in die Flur einzugreifen. Irgendwie quer durchgehen - das geht nicht.“ Man solle Unterföhring als Wirtschaftsraum, aber auch als Lebensraum sehen, forderte der Landwirt: „Das sind wir unseren Bürgern schuldig.“

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