Zuschauerrekord knacken und Rang fünf ins Visier nehmen

- VON UMBERTO SAVIGNANO Unterhaching - Von Ausgangspositionen für die Play offs will Mihai Paduretu in diesen Tagen nichts hören. "So weit denken wir noch nicht", wehrt der Volleyball-Trainer des TSV Unterhaching vor dem Heimspiel gegen den SV Bayer Wuppertal am Sonntag (16 Uhr) alle Spekulationen um den fünften Platz ab, mit dem sein Team im Viertelfinale den großen drei, VfB Friedrichshafen, evivo Düren und SCC Berlin, aus dem Weg gehen könnte.<BR>

<P>"Wir haben jetzt zwar vier Spiele hintereinander gewonnen, aber das heißt noch lange nicht, dass wir schon sicher in den Play offs stehen", betont Paduretu, dass das Hauptziel immer noch eine Position unter den ersten acht nach Beendigung der Punktrunde ist, in der immerhin noch neun Partien zu bestreiten sind. Trotzdem lässt sich das Thema des günstigen fünften Rangs vor dem Wuppertal-Spiel nicht ganz ausklammern. Durch ihre Siegesserie haben sich die Hachinger nämlich in die angenehme Lage versetzt, den derzeit dort angesiedelten Gästen im Falle eines weiteren Erfolgs bis auf zwei Punkte auf den Pelz zu rücken.<P>Bei den Wuppertalern lief die Spielzeit bislang völlig anders als beim TSV, ja geradezu völlig entgegengesetzt zum Paduretu-Team. Nach prächtigem Start lagen die Westdeutschen sogar vorübergehend an der Spitze, während Unterhaching am Tabellenende herumkrebste. Doch zuletzt setzte es fünf Niederlagen am Stück, so dass beide Mannschaften im Klassement immer näher zusammenrückten.<P>Ein entsprechend enges Match erwartet Paduretu, der beim ebenfalls schon spannenden 1:3 in der Vorrunde noch ohne den verletzten Michael Mayer und den damals noch nicht verpflichteten Radko Kolev auskommen musste. Jetzt kann der Coach hingegen vermelden: "Alle sind fit." Aus der Verstärkung durch Mayer und Kolev eine Favoritenrolle für sein Team abzuleiten, lehnt Paduretu jedoch ab, denn: "Auch bei Wuppertal hat im Hinspiel mit dem dänischen Außenangreifer Mads Ditlevsen ein wichtiger Mann gefehlt."<P>Ganz sicher ist sich der Rumäne angesichts der Vollbesetzung beider Kader allerdings in einem Punkt: "Das wird ein schönes Spiel." Also eines, das viele Zuschauer verdient, und in der Tat greifen die Hachinger ihren Vereinsrekord aus dem Moers-Spiel an, das vor zwei Wochen über 900 Menschen sehen wollten. "Die 1000 muss fallen", lautet das Motto. Und das würde sogar den Realisten Paduretu euphorisch stimmen. Als Volleyball im Münchner Raum letztmals in so einem Ausmaß die Massen mobilisierte, war er nämlich selbst noch aktiv: "Das hat es seit dem Meisterschaftsendspiel Dachau gegen Friedrichshafen 1996 nicht mehr gegeben. Wohlgemerkt: beim Endspiel!", schwärmt der damalige Zuspieler der siegreichen Dachauer, der kurz danach mit seinem Wechsel zum TSV in Unterhaching eine neue Ära begründete.<P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis München: Zwei weitere Fälle
Das Coronavirus ist immer noch präsent im Landkreis München. Doch die Infektionen werden deutlich weniger. Alle Informationen gibt es hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis München: Zwei weitere Fälle
Rolle rückwärts beim Hagelschutz: Darum darf BMW nun doch Netze über Parkplatz spannen
Nachdem die Garchinger Stadträte die Pläne zunächst abgelehnt haben, nun doch das Okay: BMW darf seinen Parkplatz in Hochbrück mit einem Netz überspannen. Das ist der …
Rolle rückwärts beim Hagelschutz: Darum darf BMW nun doch Netze über Parkplatz spannen
Mehr Hilfe für suchtkranke Jugendliche
Alkohol, Drogen und das Smartphone: Die Zahl suchtkranker Jugendlicher schnellt auch im Landkreis in die Höhe. Es fehlt an ausreichend Beratungsstellen. Die Grünen …
Mehr Hilfe für suchtkranke Jugendliche
Traum vom Viktualienmarkt geplatzt
Es sollte ein kleiner Viktualienmarkt werden. So stellte sich Giacomo Vitales vor sieben Jahren den Bahnhofsvorplatz in Unterhaching vor – der seiner Familie damals …
Traum vom Viktualienmarkt geplatzt

Kommentare