Zuversicht auf weiteren Ausbau der Gemeinde

- Knapek zeichnet bei Bürgerversammlung positives Bild

VON ULI LOBINGER Unterhaching - Interessante Vorhaben und Zahlen hatte Unterhachings Bürgermeister Erwin Knapek (SPD) bei der Bürgerversammlung für die Bürger der Ortsmitte/Altes Dorf zu vermelden. Besonders genau ging er auf die Bauvorhaben der Gemeinde in den kommenden Jahren ein. Der Chef der Unterhachinger Polizei, Hauptkommissar Rudolf Schneider, präsentierte die Verbrechensstatistik des vergangenen Jahres.

Der Abend in der Hachinga Halle begann mit einer erfreulichen Nachricht. Der Haushalt der Gemeinde ist ausgeglichen, Einnahmen und Ausgaben halten sich in etwa die Waage, erläuterte Knapek, der seinen Vortrag mit den Finanzen Unterhachings begann. Auch in der Pro-Kopf-Verschuldung liegt die Gemeinde mit 161 Euro weit unter dem Bundesdurchschnitt. Dieser beträgt 900 Euro. Knapek zeigte sich zuversichtlich, dass Dank dieser finanziellen Situation der Ausbau der Gemeinde weiter vorangetrieben werden könne. Unerwähnt ließ der Bürgermeister dabei, dass die Gemeinde im Haushaltsplan bis 2005 eine Verschuldung bis zu 20 Millionen Euro veranschlagt hat. Und darin ist der 18-Millionen teuere Ausbau des Gymnasiums noch gar nicht enthalten.

In der Tat hat man im Rathaus einiges vor. Wie Knapek aber im Gemeinderat immer wieder betont hat, wird die zukünftige Finanzlage entscheiden, was tatsächlich umgesetzt werden kann. Dringlich ist der Gymnasiumsausbau. Die Schule fasst 1000 Schüler, derzeit besuchen jedoch schon über 1100 den Unterricht. Nach der geplanten Erweiterung soll die Schule 1500 Schülern Platz bieten. Neben dem GU soll auch eine neue Sporthalle entstehen, die die Hachinga-Halle entlasten soll. Das ehrgeizigste Projekt der Gemeinde ist die Verwirklichung einer Geo-Thermie-Anlage, die Unterhaching unabhängig von Energieanbietern machen soll. In 3000 Metern Tiefe unterhalb Unterhachings befindet sich ein See mit circa 130 Grad heißem Wasser. Zu diesem Wasser soll gebohrt werden, um es entweder zur Stromgewinnung oder zur Fernwärmezwecken zu nutzen. Dies ist zwar eine teure Investition, wird sich aber über die Jahre hinweg sicher lohnen, so der Bürgermeister.

Hauptkommissar Schneider berichtete, dass im vergangenen Jahr die Straßenkriminalität zurückgegangen sei. Im Jahr ereignen sich in Unterhaching pro tausend Einwohner 38 Straftaten. In München sind es über 90. Schlimm ist, dass die Alkoholunfälle im Gemeindegebiet drastisch gestiegen sind, sagte Schneider. Auch Raser seien ein Problem. "Wir hatten einen Motorradfahrer, der den Oberweg mit 140 km/h entlanggefahren ist", erzählte der Polizist.

Nach den detaillierten Vorträgen der beiden Herren schienen alle Fragen ausgeräumt zu sein. Keiner der rund 150 Besucher nutzte die Gelegenheit, weiterführende Fragen zu stellen.

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