Zweckverbände als Mittel gegen leere Kassen

- Kammermeier regt Zusammenarbeit an

Baierbrunn (sb) - Zehn Prozent will die bayerische Regierung an Verwaltungskosten einsparen. "Da müssen wir Kommunen schon schauen, wo wir bleiben", sagt dazu Baierbrunns Bürgermeisterin Christine Kammermeier (SPD). Sie sieht magere Jahre auf die Verwaltungen zukommen. "Es geht hier nicht ums Jammern, sondern darum, wie man durch diese Zeit kommt", erklärte sie im Gemeinderat.

Sinnvoll sei es zu überlegen, wo und wie bestimmte Tätigkeitsbereiche zusammengelegt werden könnten. "Schon viele Gemeinden haben Zweckverbände gegründet", sagte die Rathaus-Chefin. Zu diskutieren sei, wie man mit solchen Maßnahmen gleichzeitig Kosteneinsparungen und einen steigenden Nutzen für die Bürger erreichen könne. "So wie es in Zukunft aussieht, wird das Geld einfach zu knapp", so Kammermeier. Der Sparzwang habe schon zur Zusammenlegung von Polizeidienststellen geführt. "Ganz heikel ist es bei den Feuerwehren", erklärte die Bürgermeisterin. Hier sei das Hauptargument, dass ein es beim Einsatz um Menschenleben gehe. "Doch bei den Kostenbedingungen werden wir uns fragen müssen, wie lange sich jede Gemeinde noch eine Feuerwehr leisten kann", sagte sie.

Schulen und Straßen als Problemfeld

Sicher wolle sie den Teufel nicht an die Wand malen. Doch nach der mageren Zeit müssten sich die Kommunen erst einmal um die vernachlässigten Bereiche Schulen und Straßen kümmern. Kammermeier: "Durch eine gute Zusammenarbeit der Kommunen könnten wir es schaffen, zufriedenstellende Lösungen zu finden."

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