Zwei Oscars für Geschwister Setzer

- Preis für Arbeit am Edith-Stein-Zentrum

Unterschleißheim (gü) - Ein Leben lang haben sich die Geschwister Elisabeth und Friedrich Michael Setzer in den Dienst der Blindenförderung gestellt. Dafür hat ihnen Kultusministerin Monika Hohlmeier gestern den Bayerischen Staatspreis für Unterricht und Kultus verliehen. "Das ist der Oscar für vorbildliches Engagement und große Innovationskraft im bayerischen Bildungswesen", sagte die Ministerin. "Elisabeth und Pater Friedrich Setzer ist es in vielen Jahrzehnten hervorragend gelungen, für blinde und sehbehinderte Jugendliche moderne fachliche, didaktisch-methodische, psychologische und technische Förderansätze zu schaffen und ihnen so die Teilhabe am Leben der Gesellschaft zu ermöglichen", würdigt das Ministerium die Leistungen der Geschwister.

Elisabeth Setzer hat von 1968 bis 1998 als Rektorin die Sehbehindertenschule zunächst in Augsburg, dann im Edith-Stein-Zentrum Unterschleißheim geleitet. Sie hat die Schule zu einem modernen Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte einschließlich Realschule ausgebaut, immer in engster Zusammenarbeit mit ihrem Bruder als dem Direktor und Vorsitzenden des Trägervereins für Sehgeschädigtenerziehung, meldet das Kultusministerium.

Der Diplom-Psychologe Pater Setzer stand als ehemaliger Direktor und Vorsitzender des Vereins für Sehgeschädigtenerziehung von 1996 bis 2001 sowohl an der Spitze des privaten Trägers als auch der Gesamteinrichtung in Unterschleißheim, und das mit großem Einsatz und Erfolg. Neben einem Internat und einer Tagesstätte gehören zum Edith-Stein-Zentrum die pädagogische Frühförderung, die mobile sonderpädagogische Hilfe in den Kindergärten, eine schulvorbereitende Einrichtung, eine Volksschule zur sonderpädagogischen Förderung, mobile sonderpädagogische Dienste für Kinder in allgemeinen Schulen sowie eine Realschule für Blinde und Sehbehinderte. Pater Setzer hat die Aufgaben als Direktor des Trägervereins mittlerweile an seine Schwester übergeben, ist dem Edith-Stein-Zentrum als Vorsitzender aber weiter eng verbunden.

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